«Ein Highlight für den ganzen Verein»

Unser frü­he­rer Spie­ler Emir Sinano­vic steht bei sei­nem Debüt als Chef­trai­ner des FC Suhr im Schwei­zer Cup gleich sei­nem Aus­bil­dungs­ver­ein gegen­über.

Zur Per­son: Emir Sinano­vic, in der Wösch­nau und in Aar­au auf­ge­wach­sen, war von den E‑Junioren bis zur 1. Mann­schaft wäh­rend 15 Jah­ren Spie­ler des FC Aar­au. Im Fan­ionteam bestritt er von 2008 bis 2011 ins­ge­samt 35 Pflicht­spie­le. Danach spiel­te er für eini­ge Teams in den unte­ren Ligen.

Zum Spiel: Der FC Aar­au trifft am Sams­tag, 17. August 2024 (17.00 Uhr) in der ers­ten Cup-Run­­de auf den FC Suhr. Es wird emp­foh­len, sich die Tickets bereits im Vor­ver­kauf zu sichern.

Inter­view

Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Emir, was waren dei­ne ers­ten Gedan­ken, als du von der Aus­lo­sung erfah­ren hast?

Emir Sinano­vic: Ich habe mich sehr über die­ses Los gefreut. Der FC Aar­au ist der Geg­ner, den ich mir gewünscht hat­te. Dass ich in mei­nem aller­ers­ten Pflicht­spiel als Chef­trai­ner gleich eine sol­che Begeg­nung erle­ben darf, ist natür­lich gross­ar­tig.

Wel­che Erin­ne­run­gen hast du an dei­ne Zeit als Spie­ler beim FC Aar­au?

Emir Sinano­vic: Nach mei­nem Ein­stieg in den Fuss­ball als F‑Junior beim FC Schö­nen­werd bestritt ich ab den E‑Junioren alle Junio­­ren- und Nach­wuchs­stu­fen beim FC Aar­au. Ger­ne erin­ne­re ich mich an den Gewinn des Aar­gau­er Cups mit der U21 im Jahr 2008 sowie an mein Debüt in der Super League gegen die Gras­shop­pers im Febru­ar 2009. Beim vier­ten Ein­satz gelang mir gegen den FC Vaduz mei­ne Tor­pre­mie­re. Und ein Jahr spä­ter traf ich noch­mals im Aus­wärts­spiel gegen Neu­châ­tel Xamax. Die­se bei­den Tref­fer wür­de ich als mei­ne High­lights bezeich­nen.

Emir Sinano­vic bestritt 35 Spie­le im FCA-Tri­­kot

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Wie blickst du nach­träg­lich auf dei­ne Spie­ler­kar­rie­re zurück?

Emir Sinano­vic: Als klei­ner Jun­ge träum­te auch ich von einer gros­sen Kar­rie­re und hät­te am liebs­ten ein­mal bei mei­nem Lieb­lings­ver­ein Real Madrid gespielt. Zunächst ent­wi­ckel­te ich mich stets wei­ter, schaff­te den erhoff­ten Sprung in die 1. Mann­schaft des FC Aar­au und durf­te in der Super League spie­len. Aber mit der Zeit erkann­te ich, dass etwas fehlt, um mich im Spit­zen­fuss­ball zu eta­blie­ren und nahm eine beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung vor. Inzwi­schen arbei­te ich als Team­lei­ter der Paket­bo­ten im Paket­zen­trum Buchs.

Auf die­se Sai­son hin hast du beim FC Suhr erst­mals ein Amt als Chef­trai­ner ange­tre­ten. Was fas­zi­niert dich an die­ser Funk­ti­on?

Emir Sinano­vic: Vor drei bis vier Jah­ren hät­te ich mir noch nicht vor­stel­len kön­nen, ein Trai­ner­amt zu über­neh­men. Letz­ten Som­mer kam jedoch Leo­nel Rome­ro auf mich zu, weil er als Coach des SC Schöft­land einen Assis­ten­ten such­te. Es war ein sehr lehr­rei­ches Jahr, in dem ich sah, was alles hin­ter einem sol­chen Job steckt. Nun habe ich vom FC Suhr die Chan­ce erhal­ten, sel­ber die­se Auf­ga­be nach mei­nen Vor­stel­lun­gen zu gestal­ten. Als frü­he­rer Spie­ler auf der Hof­statt­mat­ten kann­te ich das Umfeld die­ses Ver­eins bereits; umso schö­ner, dass ich mich hier bewei­sen darf. Mir schwebt ein Fuss­ball mit viel Ball­be­sitz vor. Wir wol­len dyna­misch und aggres­siv auf­tre­ten.

«Wir wol­len das Spiel ein­fach als ein High­light für den gan­zen Ver­ein betrach­ten. Auf uns las­tet kein Druck und wir wer­den ver­su­chen, die Aar­au­er mög­lichst stark her­aus­zu­for­dern.»
— Emir Sinano­vic, über das Cup-Der­­by

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Wie wür­dest du dein Team umschrei­ben?

Emir Sinano­vic: Wir haben eine hung­ri­ge und ambi­tio­nier­te Mann­schaft, die in den ers­ten drei Wochen der Vor­be­rei­tung sehr gut mit­ge­zo­gen hat. Die Spie­ler waren in den Trai­nings äus­serst wil­lig und lern­be­reit.

Wie schwie­rig wird es für den FC Suhr sein, ohne vor­gän­gi­ges Pflicht­spiel gleich im Cup gegen den FC Aar­au antre­ten zu müs­sen?

Emir Sinano­vic: Auf­grund von Feri­en­ab­sen­zen wer­den wir nur eine Woche Vor­be­rei­tungs­zeit mit Voll­be­stand haben. Aber wir wol­len das Spiel ein­fach als ein High­light für den gan­zen Ver­ein betrach­ten. Auf uns las­tet kein Druck und wir wer­den ver­su­chen, die Aar­au­er mög­lichst stark her­aus­zu­for­dern. Unse­ren Fokus legen wir aber auf die Meis­ter­schaft und auf den Aar­gau­er Cup, wo wir den Titel zu ver­tei­di­gen ver­su­chen.

Emir Sinano­vic beim Strei­chen der Sta­di­on­wand

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Was für ein Cup­spiel dür­fen wir erwar­ten?

Emir Sinano­vic: Durch das Adre­na­lin und die Vor­freu­de wird es uns hof­fent­lich mög­lichst lan­ge gelin­gen mit­zu­hal­ten. Wir wer­den uns dar­auf ein­stel­len, viel dem Ball nach­lau­fen zu müs­sen. Es wird span­nend sein zu sehen, wie lan­ge unse­re Kräf­te rei­chen wer­den.

Wie schätzst du den FC Aar­au in die­ser Sai­son ein?

Emir Sinano­vic: Die Aar­au­er haben eine gute Mann­schaft zusam­men­ge­stellt. Eigent­lich habe ich einen bes­se­ren Start von ihnen erwar­tet, aber in Wil hat die Mann­schaft eine gute Reak­ti­on auf den frü­hen Rück­stand gezeigt. Ein Spit­zen­platz soll­te die­se Sai­son drin lie­gen. Aus mei­ner Sicht gehört der FC Aar­au in die Super League. Wann immer mög­lich besu­che ich jeweils die Heim­spie­le im Brügg­li­feld, so vor­aus­sicht­lich auch heu­te gegen Xamax.

Match­zei­tung Nr. 2 (2024/25) lesen

Die­ser Arti­kel ist am 3. August 2024 in der Aus­ga­be Nr. 2 (Sai­son 2024/25) der Match­zei­tung HEIMSPIEL gegen den Neu­châ­tel Xamax FCS erschie­nen.

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