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Vor dem Cupspiel gegen den BSC Young Boys spricht Innenverteidiger Marco Thaler über das Captain-Duell mit Loris Benito, die Systemumstellung im Hinblick auf diese Saison und seine Erinnerungen an das «jüngste» Aarauer Pflichtspiel gegen YB vor rund zehn Jahren.

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In der zweiten Hauptrunde des Schweizer Cups kommt es zum Duell mit dem erfolgreichsten Schweizer Club der letzten Jahre. Was erwartest du für ein Spiel gegen die Young Boys?

Sarah Rölli

Ich erwarte ein Highlight für uns Spieler wie auch für die Fans beider Teams. Unsere Anhänger brennen auf solche Partien und auch viele Berner dürften sich freuen, wieder einmal im Brügglifeld zu Besuch zu sein. Dementsprechend wird die Atmosphäre hervorragend sein. Wir werden es geniessen und dennoch unsere Art des Fussballspielens auf den Platz bringen. Es ist klar, dass gegen eine Top-Mannschaft wie YB alles ein wenig schneller gehen wird, aber schlussendlich wollen wir uns dagegenstellen und uns mit den Besten messen.

Marco Thaler

Es wird voraussichtlich zum Captain-Duell zwischen dem Ex-FCA-Spieler Loris Benito und dir kommen. Welche Bedeutung hat dies für dich?

Sarah Rölli

Um ehrlich zu sein, hätte ich Freude gehabt, wenn uns Olivier Jäckle als Captain auf den Rasen geführt hätte, weil er sehr eng mit Loris befreundet ist. Aber klar freue ich mich auch, Loris im Brügglifeld zu begrüssen. Wir kennen uns schon sehr lange und jeder weiss um seine tiefe Verbundenheit mit dem FC Aarau. Es wird sicherlich auch für ihn ein spezielles Spiel werden.

Marco Thaler
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Marco Thaler im Duell mit Samuel Afum (2014)

Wir dürfen im bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden mit unserer Defensivleistung sein, blieben wir doch in fünf von sieben Ligaspielen ohne Gegentreffer. Freut dich dies als Defensivspieler besonders?

Sarah Rölli

Klar, als Innenverteidiger gefällt es mir noch mehr, wenn wir unsere Siege ohne Gegentor feiern. Dies ist jedoch der Verdienst des gesamten Teams, nicht nur von uns Abwehrspielern. Durch die Umstellung sind wir oft mit sechs bis sieben Spielern hinter dem Ball. Die drei Innenverteidiger sichern ab, können aber auch situativ ins Mittelfeld rausrücken, nach vorne verteidigen und gegne­rische Mittelfeldspieler attackieren. Die Entwicklung dieser Mechanismen hat Zeit benötigt, aber über die Sommerpause wurde gut und intensiv gearbeitet. Einerseits natürlich auf dem Platz, aber auch oft im Videoraum, wo die Situationen immer wieder analysiert und neu besprochen wurden.

Marco Thaler

In dieser Saison spielen wir mit einer Dreierabwehr, überlassen dem Gegner viel den Ball, verteidigen konsequent und schalten nach Ballgewinnen schnell um. Wie gefällt dir diese taktische Umstellung?

Sarah Rölli

Die Umstellung gefällt mir gut. Unser Trainerteam hat sich viele Gedanken gemacht und das Spielsystem an die Stärken der Spieler angepasst. Dadurch sind wir gefährlicher und variabler geworden und haben aktuell in der Challenge League auch viel Erfolg.

Marco Thaler

Etwas mehr als zehn Jahre sind seit dem letzten Ernstkampf gegen den BSC Young Boys vergangen. Bereits damals warst du beim 2:2-Unentschieden im Stadion Wankdorf im FCA-Trikot zum Einsatz gekommen. Welche Erinnerungen hast du an dieses Spiel?

Sarah Rölli

Ich erinnere mich noch gut. Wir sind dank eines Last-Minute-Treffers zum Ausgleich gekommen, obwohl wir nach einer Verletzung von Juan-Pablo Garat in Unterzahl spielen mussten. Luca Radice hat uns mit seinem Doppelpack einen Punkt gesichert und wir durften uns die ganze Rückfahrt anhören, wie er die Tore erlebt hat. Deshalb nannten wir ihn auch «Radio Radice»...

Marco Thaler

Matchzeitung Nr. 5 (2025/26) lesen

Dieser Artikel ist am 20. September 2025 in der Ausgabe Nr. 5 (Saison 2025/26) der Matchzeitung HEIMSPIEL gegen den BSC Young Boys erschienen.

Download: Matchzeitung Nr. 5 (2025/26)

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