Willensleistung in der Festung Brügglifeld
Wir gewinnen unser Heimspiel gegen den FC Rapperswil-Jona nach einem zweimaligen Rückstand dank Treffern von Daniel Afriyie und Shkelqim Vladi sowie einem Eigentor mit 3:2.
Erst einmal musste sich der FCA in diesem Kalenderjahr im Brügglifeld geschlagen geben — und auch gegen den «Lieblingsgegner» Rapperswil-Jona (zuletzt sieben Vollerfolge am Stück) war die Auswahl von Cheftrainer Brunello Iacopetta in einer engagierten Startphase bestrebt, das Spiel frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken: Nach fünf Minuten wussten Daniel Afriyie und Mohamed Guindo nicht zu reüssieren, später scheiterte Ramon Guzzo mit seinem Kopfstoss an der Querlatte (12.). Aber auch die Gäste konnten durch Evann Senaya (13./15.) in der Folge erste Nadelstiche in der Offensive setzen, ehe Noa Mupemba nach zwanzig Minuten bei seinem Debüt auf den hiesigen Fussballplätzen aus der Drehung für die Führung der Rosenstädter sorgte. Die Einheimischen taten sich schwer auf den Gegentreffer zu reagieren: Zwei Schussversuche von Afriyie (27./38.) wurden jeweils durch einen gegnerischen Verteidiger entschärft, während Guindo nach toller Einzelaktion mit seinem Abschluss aus 25 Metern an Rappi-Keeper Alan Omerovic scheiterte (44.).
Nach der Pause wagte sich der eben erst eingewechselte Zidan Tairi zweimal in den Abschluss (47./50.), bevor sich die Gäste bei einer Dreifachchance wieder einmal im heimischen Strafraum zeigten, doch die beiden Versuche von Lorik Emini und Salifou Diarrassouba konnten geblockt werden — und am Ende köpfte Torschütze Mupemba direkt auf Torhüter Andreas Hirzel, welcher sich als sicherer Stellvertreter von Luka Velickovic (Nasenbeinbruch) erwies. Auf der anderen Seite fiel dann der überfällige Ausgleich: Einmal mehr gelang es FCRJ-Goalie Omerovic nicht, einen satten Schuss von Victor Petit-Viretti zu behändigen, woraufhin Afriyie mittels Flugkopfball zum 1:1 (53.) vollstreckte. Aber die Freude währte nur kurz, denn die Rapperswiler gingen nur drei Minuten später durch Senaya wieder in Führung. Die Aarauer liessen sich jedoch nicht aus der Bahn werfen. Im Gegenteil: Eine sinnbildliche Willensleistung von Linus Obexer auf dem linken Flügel bis zur Grundlinie provozierte den erneuten Ausgleich durch einen Eigentor von Loïs Ndema (63.).
Dass die Aarauer unbedingt mit der vollen Punkteausbeute ins Wochenende starten wollten, war beim engagierten und präsenten Auftritt der Iacopetta-Elf in der zweiten Halbzeit offensichtlich. Der Weg dorthin erforderte jedoch viel Geduld: Einmal wurde Guindo (70.) im Sechzehner straffrei zurückgehalten, dann scheiterte Afriyie — von Damjan Coric in den Raum lanciert — vor Keeper Omerovic und schliesslich wussten auch Coric (71.) und Obexer (72.) nicht zu reüssieren. In der 87. Minute fehlte beim Kopfball von Serge Müller schliesslich nicht mehr viel, doch nur wenige Augenblicke später fand ein Zuspiel von Afriyie zum eingewechselten Shkelqim Vladi, der sein Comeback nach längerer Verletzungspause mit dem umjubelten Siegestreffer vor knapp 5’000 Zuschauenden im Brügglifeld krönte, gleichbedeutend mit dem achten Sieg in Folge gegen die Rosenstädter, weil Aarau in der Folge mit einer fokussierten und solidarischen Abwehrleistung vor heimischer Kulisse nichts mehr zuliess.
Am kommenden Samstag (18.00 Uhr) steht ein weiteres Heimspiel im Brügglifeld gegen den SC Kriens auf dem Programm. Zum Online-Vorverkauf…
FC Aarau — FC Rapperswil-Jona 3:2 (0:1)
Brügglifeld. — 4’774 Zuschauer. — SR: Drmic. — Tore: 20. Mupemba 0:1. 53. Afriyie 1:1. 56. Senaya 1:2. 63. Eigentor Ndema 2:2. 87. Vladi 3:2.
Aarau: Hirzel; Dickenmann (84. Furrer), Müller, Thaler, Guzzo, Obexer (68. Senyurt); Aliu, Petit-Viretti (68. Coric), Beka Beka (46. Tairi); Guindo (73. Vladi), Afriyie.
Rapperswil-Jona: Omerovic; Ndema, Ambassa, Padula, Le Pogam; Emini, Hamdiu (76. Charveys), Bakayoko (42. Diarrassouba), Ryter (76. Deme), Senaya (61. Pousa), Mupemba (76. Rossier).
Bemerkungen: Aarau ohne Baturina, Koide, Ndau, van der Werff, Velickovic (alle verletzt) und Arkovic (nicht im Aufgebot). Rapperswil-Jona ohne Bobadilla (gesperrt), Boum, Camdzic, Doga, Gjokaj, Lecaj, Muhamed, Muzzi und Susnja (alle nicht im Aufgebot). — 12. Kopfball von Guzzo an die Querlatte. 42. Bakayoko verletzt ausgeschieden. — Verwarnungen: 31. Petit-Viretti (Foulspiel), 74. Hamdiu (Unsportlichkeit), 76. Emini, 80. Charveys, 84. Ndema (alle Foulspiel).






