In Unterzahl verloren
Auf der ausverkauften Schützenwiese müssen wir uns nach einem harten Kampf und längerer Unterzahl gegen den FC Winterthur am Ende mit 1:2 geschlagen geben.
Die erste Hälfte war geprägt von zwei Penaltysituationen, die durch den jeweiligen Schützen souverän verwandelt wurden: Nach einer knappen Viertelstunde fand ein heimischer Konter über Fabian Rohner zu Théo Golliard. Dieser wurde durch Marco Thaler von hinten zu Fall gebracht, woraufhin Antonio Marchesano aus elf Metern mühelos zur Führung für die Eulachstädter vollstreckte. Kurz vor der Pause war eine Intervention von Tibault Citherlet gegen Daniel Afriyie an der Straumraumgrenze zu ungestüm, was Serge Müller an seinem 26. Geburtstag zu einem ebenso souverän verwandelten Strafstoss nutzte (40.). Dazwischen gab es zwei Aarauer Abschlüsse durch Afriyie (16.) und Izer Aliu (33.), die den Kasten deutlich verfehlten. Bedeutend knapper war es beim seitlichen Versuch von Brian Beyer — von David Acquah in den Corner gelenkt — nach einem der brandgefährlichen Umschaltmomente (35.).
Nach dem Aarauer Ausgleich nahm der Druck der Lokalmatadoren spürbar zu, doch blieb es vorerst nur bei Halbchancen von Elias Maluvunu (45.) und Rohner (52.). Zur spielentscheidenden Szene wurde schliesslich ein hartes Einsteigen von Acquah an der Seitenauslinie gegen Beyer, woraufhin der Innenverteidiger mit der Ampelkarte frühzeitig unter die Dusche geschickt wurde. Die Aarauer wehrten sich in der Folge nach Kräften gegen die drohende Niederlage: Einmal flog ein sehenswerter, in bester «Vladi-Manier» abgegebener Seitfallzieher von Citherlet nur knapp am Gehäuse von Keeper Andreas Hirzel vorbei (67.), dann wurde ein Kopfstoss von Golliard im letzten Moment noch übers Tor gelenkt (69.). Aber in der 76. Minute gab es nichts mehr zu halten: Ein Schuss von Souleymane Diaby landete via Rücken von Müller glückhaft beim freistehenden Golliard, der den Ball direkt zum 2:1 in den Maschen versenkte.
Die Gastgeber suchten nun die endgültige Entscheidung, doch Yannis Odin schoss um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei, ehe sich Goalie Hirzel gegen Torschütze Golliard (82.) und Severin Ottiger (83.) auszeichnen konnte. Weil in der Folge sowohl Odin (91.) als auch Maluvunu (92.) aus optimaler Position über das offene Gehäuse schossen, lebte die Hoffnung für die Schützlinge von Cheftrainer Brunello Iacopetta bis zum Abpfiff weiter, doch gelang es dem FC Aarau in der Offensive kaum mehr sich durchzusetzen, sodass nur noch ein Schlenzer von der linken Seite durch Alexis Beka Beka (93.) — vorbei am heimischen Tor — zu notieren war, ehe die Aarauer Niederlage auf der ausverkauften, stimmungsvollen Schützenwiese besiegelt war. Damit liegt die Brügglifeld-Elf nach dem ersten Viertel der Challenge-League-Saison 2026/27 mit zwölf Punkten (drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen) auf dem fünften Rang.
Das nächste Pflichtspiel findet erst in rund drei Wochen — nach der verlängerten Länderspielpause — am Freitag, 9. Oktober 2026 (um 20.15 Uhr) auswärts beim aktuellen Schlusslicht vom FC Stade Nyonnais statt.
FC Winterthur — FC Aarau 2:1 (1:1)
Schützenwiese. — 8’700 Zuschauer (ausverkauft). — SR: Qovanaj. — Tore: 15. Marchesano (Foulpenalty) 1:0. 40. Müller (Foulpenalty) 1:1. 76. Golliard 2:1.
Winterthur: Kuster; Rohner (63. Ottiger), Arnold (73. Diaby), Citherlet, Camara; Cueni, Jankewitz (63. Odin); Golliard, Marchesano (84. Buess), Maluvunu; Beyer (73. Turkes).
Aarau: Hirzel; Dickenmann, Müller, Acquah, Thaler, Obexer (84. Senyurt); Tairi (7. Petit-Viretti, 84. Beka Beka), Aliu, Ndau (84. Coric); Guindo (68. Vladi), Afriyie.
Bemerkungen: Winterthur ohne Burkart, Essiam (beide verletzt), Foro und Okafor (beide nicht im Aufgebot). Aarau ohne Baturina, Furrer, Guzzo, Koide, van der Werff und Velickovic (alle verletzt). — 5. Tairi verletzt ausgeschieden. — Verwarnungen: 20. Acquah, 33. Camara, 38. Citherlet, 65. Ottiger, 90. Coric (alle Foulspiel). — Platzverweis: 56. Acquah (gelb-rot, wiederholtes Foulspiel).






