Aller guten Dinge sind drei
Im ausverkauften Brügglifeld bezwingen wir den Super-League-Vertreter FC Zürich dank eines Doppelpacks von Daniel Afriyie verdient mit 2:0 und qualifizieren uns für das Achtelfinale im Schweizer Cup.
Endstation Brügglifeld: Nach Luzern (2024) und YB (2025) bezwingen wir in der zweiten Cup-Runde auch den FC Zürich im ausverkauften Stadion — und dies völlig verdient. Die Gäste besassen zwar die erste Torchance, als Lindrit Kamberi seinen Kopfball durch Torhüter Andreas Hirzel pariert sah (6.). In der Folge war die Auswahl von Cheftrainer Brunello Iacopetta vor stimmungsvoller Kulisse jedoch mehr als nur ebenbürtig und erarbeitete sich im Verlauf der ersten Halbzeit auch die besseren Möglichkeiten: Zweimal war Goalie Silas Huber bei den Versuchen von David Acquah (9.) und Victor Petit-Viretti (31.) gefordert, später flogen zwei Kopfbälle von Ramon Guzzo (33.) und Daniel Afriyie (38.) sowie der abgefälschte Schuss von Henri Koide (41.) für die mutigen Gastgeber nur knapp am gegnerischen Kasten vorbei.
Der Fünftplatzierte der Super League hatte vor der Pause nur einen Schuss von Umeh Emmanuel (19.), der durch Acquah in extremis entschärft werden konnte, sowie einen aussichtsreichen Freistoss von Philippe Keny zu bieten, doch Letzterer scheiterte in der Nachspielzeit gleich mit zwei Anläufen an der Aarauer Mauer. Nach der Halbzeit fanden die ersten Versuche durch Neil Volken (48.) und Mohamed Guindo (49.) nicht aufs Tor, bevor der Schuss von Miguel Reichmuth durch das Bein von Izer Aliu in den Corner gelenkt wurde (54.). Kurze Zeit später wurde im Brügglifeld gejubelt, doch der vermeintliche Führungstreffer der Gastgeber durch einen Kopfball von Afriyie (nach Vorarbeit von Guzzo) wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben, ehe sich Hirzel bei den Abschlüssen von Ex-FCA-Spieler Kevin Spadanuda (58.) und Livano Comenencia (60.) als starker Rückhalt präsentierte.
In der 66. Minute war der Aarauer Führungstreffer endlich zur Tatsache geworden: Nach einem Nachsetzen von Marco Thaler fand der Ball via Koide zu Afriyie, welcher gegen seinen früheren Arbeitgeber aus halblinker Position zum 1:0 in die weite Ecke vollstreckte. Die Gäste antworteten mit einem Distanzschuss von Krasniqi, doch die Iacopetta-Elf wurde mit der Führung im Rücken immer souveräner — sowohl Afriyie (71.) als auch Guindo (77.) scheiterten knapp. Aber in der 81. Minute sorgte wiederum Afriyie nach einem Konter über Aliu für die Vorentscheidung, als er den ehemaligen Aarau-Junior Huber mit einem Schuss aus als mehr 20 Metern bezwang. Nach einer Ampelkarte gegen Reichmuth kam von den Gästen nichts mehr, während Afriyie — angespielt von Guindo — sogar noch einen Hattrick auf dem Fuss hatte (86.).
Aus Aarauer Sicht geht es am nächsten Samstag (18.00 Uhr, Brügglifeld) mit einem weiteren Heimspiel in der Challenge League gegen den Etoile Carouge FC weiter.
FC Aarau — FC Zürich 2:0 (0:0)
Brügglifeld. — 8’450 Zuschauer (ausverkauft). — SR: Fähndrich. — Tore: 66. Afriyie 1:0. 81. Afriyie 2:0.
Aarau: Hirzel; Thaler, Acquah, Guzzo; Dickenmann (88. Müller), Aliu (88. Ndau), Petit-Viretti, Senyurt (65. Obexer); Koide (76. Beka Beka), Afriyie, Guindo (88. Bizzarri).
Zürich: Huber; Lichtenstein, Kamberi, Schödler, Volken (82. Hack); Spadanuda (74. Ramic), Reichmuth, Berisha (59. Comenencia), Krasniqi, Emmanuel; Keny.
Bemerkungen: Aarau ohne Baturina, Furrer, Tairi, van der Werff, Velickovic, Vladi (alle verletzt) und Hasani (nicht im Aufgebot). Zürich ohne Essakkati, Fiorini, Greco, S. Hodza, Kablan, Morozov, Pinthus Duah, Reverson, Sauter, Walker (alle verletzt), Bangoura, Beck, Coninx und M. Hodza (alle nicht im Aufgebot). — Verwarnungen: 6. Senyurt, 61. Aliu, 65. Reichmuth (alle Foulspiel). — Platzverweis: 84. Reichmuth (gelb-rot, wiederholtes Foulspiel).






