Dabei hatte der Abend aus Aarauer Sicht optimal begonnen: In der vierten Minute fand ein Freistoss von Valon Fazliu via Kopf von Serge Müller zu David Acquah. Dieser scheiterte im ersten Versuch noch an der Hand von Vegard Kongsro, doch das Spiel lief weiter und im zweiten Anlauf gelang es dem Siegschützen aus dem Vaduz-Spiel auch Ex-FCA-Torhüter Simon Enzler aus kurzer Distanz zu überwinden. Anschliessend avancierte Elias Filet zum Alleinunterhalter in der Offensive: Zweimal schoss er am Ziel vorbei (17./27.), einmal wurde sein Aufsetzer mittels Kopfstoss durch Rückhalt Enzler zur Seite abgewehrt (26.).

Serge Müller gegen Antonio Marchesano
Auf der anderen Seite blieben die Waadtländer weitestgehend harmlos, denn die Distanzversuche von Lorenzo Bittarelli (33.), Varol Tasar (36./41.) und Helios Sessolo (38.) flogen jeweils am Ziel vorbei. Besser machte es Leon Frokaj nur kurze Zeit später – mit dem nötigen Quäntchen Glück; sein Distanzschuss aus 20 Metern wurde von Lucas Pos unhaltbar zum 2:0 in die eigenen Maschen abgelenkt (42.). Aber die heimischen Aufstiegsträume erhielten noch vor der Pause einen Dämpfer, als Sessolo in der Nachspielzeit von linksaussen für die Gäste verkürzen konnte.

Leon Frokaj jubelt über seinen Treffer
Nach dem Seitenwechsel – und schönem Zuspiel von Frokaj – scheiterte Ramon Guzzo aus spitzem Winkel an Enzler (47.). Auch Fazliu (49.) und Filet (53.) wussten in der Folge nicht zu reüssieren; stattdessen kam Yverdon Sport in der 63. Minute durch einen Kopfball von Captain Antonio Marchesano zum Ausgleich. Die Iacopetta-Elf war nun wieder gefordert, doch Shkelqim Vladi blieb in der gegnerischen Mauer hängen (71.), während Nassim Zoukit nach einem direkten Angriff von der Strafraumgrenze links am Tor vorbeischoss (79.).

Valon Fazliu im Kampf um den Ball
Die Hausherren rannten mit dem Mute der Verzweiflung an, doch der zuvor eingewechselte Daniel Afriyie sah gleich zwei Versuche geblockt (84./88.), während weitere Abschlüsse von Filet (85.), Acquah (91.) und Raul Bobadilla (91.) zu unplatziert waren, um Goalie Enzler zu beunruhigen. Am Ende verpassten es ebenso Henri Koide (94.) und Marcin Dickenmann (97.) noch den erlösenden Torerfolg zu markieren, sodass die Gastgeber nach dem dramatischen Punktverlust wieder auf Rang 2 in der Challenge League zurückfielen – und sich nun in der Barrage mit dem Grasshopper Club Zürich um den allerletzten Platz in der höchsten Spielklasse duellieren.
FC Aarau - Yverdon Sport FC 2:2 (2:1)
Brügglifeld. – 8’450 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Wolfensberger. – Tore: 4. Acquah 1:0. 42. Frokaj 2:0. 45.+1. Sessolo 2:1. 63. Marchesano 2:2.
Aarau: Hübel; Dickenmann, Müller, Acquah, Thaler, Guzzo (86. Petit-Viretti); Zoukit (86. Koide), Fazliu, Frokaj (66. Aliu); Vladi (72. Afriyie), Filet (86. Bobadilla).
Yverdon: Enzler; Bittarelli, Pos, Kongsro; Golliard (59. Doumbia), Saiz, Chappuis, Sessolo (83. Weber); Tasar (59. Neelekandan), Pasche (78. Kanouté), Marchesano.
Bemerkungen: Aarau ohne Obexer (gesperrt), Chacon, Cissé, Senyurt, Vogt und Zalokar (alle nicht im Aufgebot). Yverdon ohne Sorgic (krank), Baron, Busset, Gnakpa, Le Pogam, Sauthier, Thiam (alle verletzt), Gottraux, Gunnarsson und Lemina (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 50. Frokaj (Reklamieren), 70. Saiz (Foulspiel), 92. Weber (Unsportlichkeit), 93. Kongsro (Foulspiel).
