«Ich habe meine Ziele fest im Blick»

Beim letz­ten Heim­spiel gegen den FC Wil sorg­te Dori­an Der­ba­ci für spä­ten Tor­ju­bel im Brügg­li­feld — und auch in der U19-Nati fiel er durch sei­ne Treff­si­cher­heit auf.

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Dori­an, du erlebst einen äus­serst erfolg­rei­chen Herbst und konn­test zuletzt für die Schwei­zer U19-Natio­nal­­man­n­­schaft in sechs Spie­len sen­sa­tio­nel­le sechs Tore erzie­len. Wie hast du die­se Erfol­ge erlebt?

Dori­an Der­ba­ci: Ein­sät­ze für die Natio­nal­mann­schaft sind jedes Mal aufs Neue eine gros­se Ehre und Freu­de für mich. Umso schö­ner ist es dann noch Tore zu erzie­len. Dass es gleich so vie­le Goals in so kur­zer Zeit wer­den, habe ich nicht erwar­tet, zumal ich im Mit­tel­feld und nicht als Stür­mer auf dem Platz stand. Ent­spre­chend ist es nicht mei­ne pri­mä­re Auf­ga­be, Tore zu erzie­len. Es hat sich wun­der­schön ange­fühlt, die­se Leis­tun­gen in den Spie­len abru­fen zu kön­nen und ins­ge­samt sechs Tref­fer zu beju­beln.

«Tore geben einem Selbst­ver­trau­en, man kommt in einen Lauf, bekommt immer wie­der wei­te­re Chan­cen und wenn man die­se nutzt, kann es sehr schnell gehen.»
— Dori­an Der­ba­ci, über sei­ne Tor­ge­fähr­lich­keit

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Hast du eine Erklä­rung dafür, wes­halb du zuletzt so treff­si­cher auf­tre­ten konn­test bei den Natio­nal­mann­schafts­spie­len?

Dori­an Der­ba­ci: Ich war schon immer recht tor­ge­fähr­lich, aber habe zuletzt dank des immer bes­se­ren Zusam­men­spiels der Mann­schaft mehr und mehr Gespür dazu­ge­won­nen, wann ich wo ste­hen muss, um zum Tor­er­folg zu kom­men. Tore geben einem Selbst­ver­trau­en, man kommt in einen Lauf, bekommt immer wie­der wei­te­re Chan­cen und wenn man die­se nutzt, kann es sehr schnell gehen. Auch die Tak­tik kam mir ent­ge­gen, ich ken­ne die Mann­schaft immer bes­ser und auch mei­ne per­sön­li­che Spiel­qua­li­tät konn­te ich kon­ti­nu­ier­lich stei­gern.

Der­ba­ci fei­ert sei­nen ers­ten Tref­fer im Brügg­li­feld

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Du bist mit­ten in dei­ner Aus­bil­dung. Wie sieht dein All­tag abseits des Fuss­ball­plat­zes aus?

Dori­an Der­ba­ci: Momen­tan bin ich im vier­ten von fünf Jah­ren an der Sport­kan­ti in Aar­au. Es läuft sehr gut und ich kann die Dop­pel­be­las­tung in der Regel gut meis­tern. Seit ich im Kader der 1. Mann­schaft bin, darf ich auch mor­gens in der Schu­le feh­len, um an den Trai­nings teil­neh­men zu kön­nen. Ich bin zusam­men mit Ryan Kess­ler in einer Klas­se, durch unse­re meist iden­ti­schen Absen­zen kön­nen wir auch die ver­pass­ten Prü­fun­gen jeweils zusam­men nach­ho­len. Auch wenn es manch­mal sehr anstren­gend ist, bin ich dank­bar dafür, sowohl Fuss­ball als auch die Matu­ra gleich­zei­tig zu machen und habe mei­ne Zie­le fest im Blick.

«Es zeig­te mir, dass es mög­lich ist, sei­ne Zie­le und Träu­me zu ver­wirk­li­chen.»
— Dori­an Der­ba­ci, über sei­ne Pre­mie­re

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Dei­nen Lauf in der Natio­nal­mann­schaft konn­test du nach dem letz­ten Zusam­men­zug direkt beim FC Aar­au fort­set­zen, als dir im Spiel gegen den FC Wil dein ers­tes Tor im Brügg­li­feld gelang. Wie hat sich die­ser Tref­fer ange­fühlt?

Dori­an Der­ba­ci: Von die­sem Moment habe ich seit mei­ner Kind­heit geträumt. Ich stand schon als acht­jäh­ri­ger Jun­ge im Brügg­li­feld und es war damals noch nicht vor­stell­bar, dass die­ser Traum eines Tages in Erfül­lung gehen wird. Es war sen­sa­tio­nell, vor unse­ren eige­nen Fans ein Tor schies­sen zu kön­nen. Und es zeig­te mir, dass es mög­lich ist, sei­ne Zie­le und Träu­me zu ver­wirk­li­chen.

Dori­an Der­ba­ci als U19-Spie­­ler im Duell mit dem FC Basel

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

In den letz­ten Mona­ten hast du nebst Ein­sät­zen in der 1. Mann­schaft auch regel­mäs­sig Spie­le mit der Aar­au­er U19 bestrit­ten. Manch­mal hast du sogar für bei­de Mann­schaf­ten am sel­ben Wochen­en­de gespielt. Wie gelingt dir die­ser Spa­gat zwi­schen den bei­den Mann­schaf­ten?

Dori­an Der­ba­ci: Für mei­ne per­sön­li­che Ent­wick­lung sind alle Spiel­mi­nu­ten enorm wich­tig. Klar wür­de ich am liebs­ten regel­mäs­sig für die 1. Mann­schaft spie­len, bin aber sehr dank­bar für die Mög­lich­keit, in der U19 zum Ein­satz kom­men zu dür­fen. Alle Ein­sät­ze sind wich­tig dafür, im Rhyth­mus blei­ben zu kön­nen und sowohl Niveau als auch Fit­ness zu hal­ten und wei­ter zu ver­bes­sern. Ich sehe die U19 nicht als Hür­de, son­dern als Chan­ce zur kon­ti­nu­ier­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung, bis der end­gül­ti­ge Sprung in die 1. Mann­schaft mög­lich ist.

Match­zei­tung Nr. 10 (2024/25) lesen

Die­ser Arti­kel ist am 5. Dezem­ber 2024 in der Aus­ga­be Nr. 10 (Sai­son 2024/25) der Match­zei­tung HEIMSPIEL gegen den Etoi­le Carouge FC erschie­nen.

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