Flamur Tahiraj: «Familiäre Ambiance ist mir wichtig»

Im FCA-Staff herrscht Kon­ti­nui­tät: So trai­niert Fla­mur Tahi­raj bereits seit rund sie­ben­ein­halb Jah­ren unse­re Goa­lies, doch der 39-jäh­ri­­ge Fami­li­en­va­ter sorgt dafür, dass kei­ne Übungs­ein­heit wie die ande­re ist.

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Fla­mur, wie hast du die kur­zen Win­ter­fe­ri­en ver­bracht, bevor es am 2. Janu­ar bereits wie­der mit dem Trai­ning los­ge­gan­gen ist?

Fla­mur Tahi­raj: Ja, die Pau­se war tat­säch­lich kurz. Wir hat­ten uns über­legt, ein paar Tage in die Ber­ge zu fah­ren. Aber mei­ne Frau arbei­tet im Spi­tal und konn­te nicht frei­neh­men. So genos­sen wir die Fami­li­en­zeit zu Hau­se. Mit drei Kin­dern wird es dir nie lang­wei­lig.

Wie blickst du auf das neun­tä­gi­ge Trai­nings­la­ger in der Süd­tür­kei zurück?

Fla­mur Tahi­raj: Wir fan­den sehr gute Bedin­gun­gen vor und konn­ten bei ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren trai­nie­ren. Gera­de für die Tor­hü­ter ist es von gros­sem Vor­teil, wenn sie nicht auf gefro­re­ne Böden hech­ten müs­sen. Ein sol­ches Camp
ist jeweils auch wich­tig für die Stär­kung des Team­geis­tes.

«Die­se Ver­bin­dung wird mit jedem Jahr stär­ker. Hier darf ich mit super Leu­ten zusam­men­ar­bei­ten und erhal­te die Chan­ce, mich stän­dig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.»
— Fla­mur Tahi­raj, über den FC Aar­au

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Mar­vin Hübel wur­de wegen einer Bles­sur am Ober­schen­kel in den drei Vor­be­rei­tungs­spie­len nicht ein­ge­setzt. Wie sieht es dies­be­züg­lich in Hin­blick auf das Start­spiel gegen Bel­lin­zo­na aus?

Fla­mur Tahi­raj: Zu Beginn trai­nier­te Mar­vin nur auf den Bei­nen, also ohne Übun­gen am Boden. Im Ver­lauf der Vor­be­rei­tung konn­te er die Belas­tung ste­tig erhö­hen. Wir wol­len jetzt die­se Woche abwar­ten, wie es aus­sieht, wenn er wie­der ans Limit geht. Mar­vin muss zu 100 Pro­zent bereit sein. Ansons­ten wis­sen wir, dass wir voll auf Andi Hir­zel ver­trau­en kön­nen, der jeden Tag gut trai­niert und parat ist, wenn es ihn braucht.

Du bestrei­test bereits dei­ne ach­te Sai­son in Diens­ten des FC Aar­au. Wie wür­dest du dei­ne Ver­bin­dung zum Club beschrei­ben?

Fla­mur Tahi­raj: Die­se Ver­bin­dung wird mit jedem Jahr stär­ker. Ich war wäh­rend mei­ner Zeit als Pro­­fi-Tor­hü­­ter in 15 Jah­ren bei drei ver­schie­de­nen Clubs (Kri­ens, Schaff­hau­sen und Woh­len, Red.). Das zeigt auf: Wenns für mich passt, dann muss ich nicht gleich wei­ter­zie­hen. Das Wort «Fami­lie» wird manch­mal infla­tio­när ver­wen­det. Aber mir ist eine fami­liä­re Am­biance in einem Club sehr wich­tig. Hier darf ich mit super Leu­ten zusam­men­ar­bei­ten und erhal­te die Chan­ce, mich stän­dig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das ist mir viel wert und dafür ist mir wie auch mei­nen Kol­le­gen im Staff kei­ne Zeit zu scha­de.

Fla­mur Tahi­raj mit sei­nem Schütz­ling Mar­vin Hübel

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Das Inter­view führ­te: Mar­cel Peter­mann

Wo holst du dir die Inspi­ra­ti­on, um im Trai­ning immer wie­der neue Reiz­punk­te zu set­zen?

Fla­mur Tahi­raj: Ein Trai­ning, in dem man zum Vorn­her­ein weiss, was pas­siert – das wird es bei mir nie geben. Ich bin ein krea­ti­ver Mensch und brau­che auch die­sen Spiel­raum, um immer wie­der Neu­es ein­zu­brin­gen. Mei­ne Inspi­ra­ti­on hole ich mir in ers­ter Linie aus unse­ren Spie­len. Wir ver­su­chen dann das zu trai­nie­ren, was uns im nächs­ten Match erwar­tet. Je mehr Situa­tio­nen du bereits kennst, des­to bes­ser. Ich ori­en­tie­re mich auch an der spa­ni­schen Tor­hü­ter­schu­le, wo gros­ser Wert auf Reak­ti­ons­schnel­lig­keit gelegt wird. Chao­ti­sche Situa­tio­nen, abge­fälsch­te Schüs­se, immer jemand, der im Weg steht. Wenn du die­se Auf­ga­ben meis­terst, gewinnst du die Spie­le.

Was kön­nen wir für ein Spiel zum Rück­run­den­auf­takt erwar­ten?

Fla­mur Tahi­raj: Ein Start­spiel birgt immer viel Unge­wiss­heit. Ich erwar­te einen Geg­ner, der gut auf uns ein­ge­stellt sein wird und kämp­fe­risch dage­gen­hält. Wir dür­fen aber selbst­be­wusst fest­stel­len, dass wir eine gute Vor­be­rei­tung hat­ten, und wir wer­den bereit sein. Bereit, um noch mehr zu kämp­fen und zu lei­den als der Geg­ner.

Match­zei­tung Nr. 12 (2025/26) lesen

Die­ser Arti­kel ist am 24. Janu­ar 2026 in der Aus­ga­be Nr. 12 (Sai­son 2025/26) der Match­zei­tung HEIMSPIEL gegen die AC Bel­lin­zo­na erschie­nen.

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