Flamur Tahiraj: «Familiäre Ambiance ist mir wichtig»
Im FCA-Staff herrscht Kontinuität: So trainiert Flamur Tahiraj bereits seit rund siebeneinhalb Jahren unsere Goalies, doch der 39-jährige Familienvater sorgt dafür, dass keine Übungseinheit wie die andere ist.
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Flamur Tahiraj: Ja, die Pause war tatsächlich kurz. Wir hatten uns überlegt, ein paar Tage in die Berge zu fahren. Aber meine Frau arbeitet im Spital und konnte nicht freinehmen. So genossen wir die Familienzeit zu Hause. Mit drei Kindern wird es dir nie langweilig.
Flamur Tahiraj: Wir fanden sehr gute Bedingungen vor und konnten bei angenehmen Temperaturen trainieren. Gerade für die Torhüter ist es von grossem Vorteil, wenn sie nicht auf gefrorene Böden hechten müssen. Ein solches Camp
ist jeweils auch wichtig für die Stärkung des Teamgeistes.
— Flamur Tahiraj, über den FC Aarau
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Flamur Tahiraj: Zu Beginn trainierte Marvin nur auf den Beinen, also ohne Übungen am Boden. Im Verlauf der Vorbereitung konnte er die Belastung stetig erhöhen. Wir wollen jetzt diese Woche abwarten, wie es aussieht, wenn er wieder ans Limit geht. Marvin muss zu 100 Prozent bereit sein. Ansonsten wissen wir, dass wir voll auf Andi Hirzel vertrauen können, der jeden Tag gut trainiert und parat ist, wenn es ihn braucht.
Flamur Tahiraj: Diese Verbindung wird mit jedem Jahr stärker. Ich war während meiner Zeit als Profi-Torhüter in 15 Jahren bei drei verschiedenen Clubs (Kriens, Schaffhausen und Wohlen, Red.). Das zeigt auf: Wenns für mich passt, dann muss ich nicht gleich weiterziehen. Das Wort «Familie» wird manchmal inflationär verwendet. Aber mir ist eine familiäre Ambiance in einem Club sehr wichtig. Hier darf ich mit super Leuten zusammenarbeiten und erhalte die Chance, mich ständig weiterzuentwickeln. Das ist mir viel wert und dafür ist mir wie auch meinen Kollegen im Staff keine Zeit zu schade.
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Flamur Tahiraj: Ein Training, in dem man zum Vornherein weiss, was passiert – das wird es bei mir nie geben. Ich bin ein kreativer Mensch und brauche auch diesen Spielraum, um immer wieder Neues einzubringen. Meine Inspiration hole ich mir in erster Linie aus unseren Spielen. Wir versuchen dann das zu trainieren, was uns im nächsten Match erwartet. Je mehr Situationen du bereits kennst, desto besser. Ich orientiere mich auch an der spanischen Torhüterschule, wo grosser Wert auf Reaktionsschnelligkeit gelegt wird. Chaotische Situationen, abgefälschte Schüsse, immer jemand, der im Weg steht. Wenn du diese Aufgaben meisterst, gewinnst du die Spiele.
Flamur Tahiraj: Ein Startspiel birgt immer viel Ungewissheit. Ich erwarte einen Gegner, der gut auf uns eingestellt sein wird und kämpferisch dagegenhält. Wir dürfen aber selbstbewusst feststellen, dass wir eine gute Vorbereitung hatten, und wir werden bereit sein. Bereit, um noch mehr zu kämpfen und zu leiden als der Gegner.
Matchzeitung Nr. 12 (2025/26) lesen
Dieser Artikel ist am 24. Januar 2026 in der Ausgabe Nr. 12 (Saison 2025/26) der Matchzeitung HEIMSPIEL gegen die AC Bellinzona erschienen.





