Befreiungsschlag in der Nachspielzeit
Wir feiern unseren ersten Auswärtssieg in der laufenden Challenge-League-Saison dank starker Mentalität und den späten Treffern von Acquah, Afriyie und Beka Beka gegen den Neuchâtel Xamax FCS.
Das erste Viertel der Begegnung auf der Maladière, geprägt von vielen Foulspielen und sonstigen Unterbrechungen, verstrich ohne Abschlusschance einer Equipe — und auch als sich Daniel Afriyie (25.) bzw. Nikola Gjorgjev (29.) schliesslich für ihre Farben erstmals in den Abschluss wagten, blieben die beiden Torhüter ohne einen Arbeitsnachweis. Dass es nicht torlos in die Halbzeitpause ging, war einer Aktion in der 40. Minute geschuldet: Im Strafraum wurde Ibrahima Keita von Berdan Senyurt gefoult, woraufhin Xamax-Captain Eris Abedini vom Elfmeterpunkt für die Führung der Lokalmatadoren sorgte, ehe Marcin Dickenmann nach der Flanke von Startelf-Debütant Alessandro Bizzarri auf der Gegenseite über das Tor köpfte (42.).
Bereits war etwas mehr als eine Stunde gespielt, als der eben erst eingewechselte Jonathan Fontana aus dem Hinterhalt abzog und so Keeper Andreas Hirzel zu einer Parade zwang (61.). Bei den Aarauern sorgten erst personelle Mutationen für längere Ballbesitzphasen in der gegnerischen Hälfte, wobei Alexis Beka Beka von der rechten Seite vorerst noch am nahen Pfosten vorbeischoss (73.). Der wichtige Ausgleich der Iacopetta-Elf resultierte schliesslich aus einem stehenden Ball: Nach dem Freistoss von Izer Aliu behauptete sich David Acquah im Luftduell gegen Goalie Uros Likar, um den Ball im Nachsetzen zum 1:1 in den gegnerischen Maschen zu versenken (75.).
Das Momentum in diesem Abnützungskampf verschob sich nun immer mehr auf die Seite der Aarauer, doch Beka Beka (84.) und Aliu (87.) sahen ihre Abschlüsse durch Xamax-Torhüter Likar pariert. Auf der Gegenseite rettete Linus Obexer beim direkt aufs Tor getretenen Eckball von Mickaël Facchinetti mit dem Kopf auf der Torlinie (89.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte sich Afriyie — von Acquah angespielt — im Zweikampf gegen Facchinetti geschickt durch, um den Ball in der Folge von der rechten Seite in der weiten Torecke zu versenken. Und nur wenige Augenblicke später war Beka Beka nach Vorarbeit von Mohamed Guindo für den erfreulichen Endstand aus Aarauer Sicht besorgt (93.).
Am kommenden Freitag (20.15 Uhr, Brügglifeld) treffen wir im letzten Spiel vor der Länderspielpause zu Hause auf den FC Wil 1900. Weiter zum Online-Ticketing…
Neuchâtel Xamax FCS — FC Aarau 1:3 (1:0)
Maladière. — 3’017 Zuschauer. — SR: Cibelli. — Tore: 40. Abedini (Foulpenalty) 1:0. 75. Acquah 1:1. 92. Afriyie 1:2. 93. Beka Beka 1:3.
Xamax: Likar; Seydoux, Abedini (68. Azemi), Peverelli (60. Fontana); Carraco (46. Bourezak), Camara, Facchinetti, Bayard; Keita, Ambrose (60. Unjanque), Gjorgjev (83. Nvendo).
Aarau: Hirzel; Thaler, Acquah, Guzzo (56. Beka Beka); Dickenmann, Aliu, Ndau (77. Coric), Senyurt (77. Guindo); Koide (86. Obexer), Afriyie, Bizzarri (56. Müller).
Bemerkungen: Xamax ohne Dind, Lüthi, Sacramento (alle verletzt), De Donno, Diomande, Gunnarsson, Reinhard und Veya (alle nicht im Aufgebot). Aarau ohne Furrer, Tairi, van der Werff, Velickovic, Vladi (alle verletzt), Arkovic und Hasani (beide nicht im Aufgebot). — Verwarnungen: 6. Guzzo, 33. Bizzarri (beide Foulspiel), 77. Unjanque (Reklamieren).






