Analog zu früheren Spielen überliessen die Aarauer den Ball mehrheitlich dem Gegner, ohne dass selbiger zur offensiven Entfaltung kam, weil die Gastgeber in der eigenen Platzhälfte konzentriert verteidigten. Nur einmal genoss Landry Nomel etwas zu viel Freiraum, setzte das Zuspiel von Ex-FCA-Spieler Bastien Conus jedoch am nahen Pfosten vorbei (12.); wenig später vermochte er auch per Kopfstoss nicht zu reüssieren (15.). Auf der Gegenseite gingen die Schützlinge von Aarau-Cheftrainer Brunello Iacopetta mit ihrer ersten Möglichkeit sogleich in Führung: Eine Freistossflanke durch Valon Fazliu gelangte via Serge Müller und Henri Koide zu David Acquah, welcher zwar am Rande des Abseits stehend noch an Ouchy-Torhüter Dany Da Silva scheiterte, doch im Nachsetzen traf Daniel Afriyie aus kurzer Distanz ins gegnerische Netz (22.).

Daniel Afriyie jubelt nach seinem Treffer mit David Acquah und Marco Thaler
Kurz nach dem wuchtigen Distanzschuss von Johan Nkama (29.) kam es zur nächsten kniffligen Situation im Sechzehner der Gäste, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm, nachdem Koide im Laufduell gegen Abwehrspieler Breston Malula offensichtlich zu Fall gebracht worden war. Dennoch begann die Brügglifeld-Elf nun zwingender zu werden: Zwei Versuche von Fazliu (35.) und Afriyie (36.) wurden im letzten Moment in den Corner abgewehrt, dazwischen köpfte Koide knapp über das Gehäuse – und schliesslich legte er sich den Ball nach Zuspiel von Dorian Derbaci zu weit vor, sodass er alleine vor Goalie Da Silva nicht erfolgreich war (39.).

Henri Koide wird von Breston Malula zu Fall gebracht
Nach dem Seitenwechsel durfte auch Aarau-Keeper Marvin Hübel erstmals sein Können unter Beweis stellen, als er den Schuss von Issa Kaloga aus kurzer Distanz entschärfte (51.), ehe Keasse Bah aus bester Position am Kasten vorbeischoss; stattdessen jubelte Aarau über den zweiten Treffer, weil ein Prellball zwischen Conus und Koide zur idealen Vorlage für Afriyie avancierte – und dieser alleine vor Torhüter Da Silva eiskalt zum 2:0 vollstreckte (62.). Es folgten weitere Versuche durch Derbaci (69.), Bah (70.) und Conus (77.), ehe Letzterer durch seine Rettungstat auf der Linie verhinderte, dass der Kopfstoss von Serge Müller im Netz landete (83.).

Elias Filet im harten Duell mit dem Ex-Aarauer Bastien Conus
Zu diesem Zeitpunkt zweifelte im Brügglifeld angesichts des souveränen Auftritts niemand mehr am fünften FCA-Sieg im fünften Meisterschaftsspiel, doch war es Fazliu – kurz zuvor nur knapp gescheitert – vorbehalten in der ersten Minute der Nachspielzeit aus spitzem Winkel akrobatisch zum Endstand einzunetzen. Am Ende verpasste es Esey Gebreyesus nach einem schnellen Konter und im Zusammenspiel mit einem weiteren Einwechselspieler (in Person von Noah Jakob) für einen noch deutlicheren Erfolg vor dem eigenen Anhang zu sorgen, was sich im Wissen um den besten Saisonstart seit mehr als 60 Jahren mühelos verkraften liess.
FC Aarau - FC Stade Lausanne Ouchy 3:0 (1:0)
Brügglifeld. – 4’611 Zuschauer. – SR: Sanli. – Tore: 22. Afriyie 1:0. 62. Afriyie (Koide) 2:0. 91. Fazliu 3:0.
Aarau: Hübel; Müller, Acquah, Thaler; Kessler, Zoukit (93. Petit), Derbaci (76. Frokaj), Guzzo; Fazliu (93. Gebreyesus); Afriyie (87. Jakob), Koide (76. Filet).
Ouchy: Da Silva; Kaloga, Malula, N. Sutter, Conus; Lusuena, Akichi (67. Fargues), Nkama (84. Sartoretti); Bah, Caddy, Nomel (67. Garcia).
Bemerkungen: Aarau ohne Aliu, Dickenmann, Jäckle (alle verletzt), Bahloul, Fofana, Khaled, Vogt und Zalokar (alle nicht im Aufgebot). Ouchy ohne Kadima, Mendy, N’Dabrou, P. Sutter (alle verletzt), Djoumgouné und Noverraz (beide nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 21. Akichi, 32. Acquah, 42. Nomel, 55. N. Sutter (alle Foulspiel), 66. Conus (Reklamieren), 70. Zoukit, 81. Lusuena (beide Foulspiel), 81. Nkama (Reklamieren).
