«Die ganze Crew ist sehr fokussiert»
Im Interview spricht Jérôme Thiesson über die Arbeit als Leiter Operativer Betrieb, den Ausgleich als U15-Cheftrainer und seine Erinnerungen an brisante Saison-Endphasen.
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Jérôme Thiesson: Ich hatte das Glück, dank «Athletes Network», dem Schweizer Netzwerk für aktive und ehemalige Athletinnen und Athleten, der auch Partner des FC Aarau ist, eine ideale Anschlusslösung zu finden als Fussballkoordinator und Ausbildungscoach bei der Privatschule «Sport Academy Zurich». Daneben konnte ich den FC Mutschellen in der 2. Liga interregional trainieren. Ein Jahr später übernahm ich die U16 des FC Red Star Zürich.
Jérôme Thiesson: Die Vereinsführung kontaktierte mich, weil in der Organisation des FC Aarau eine Stelle frei wurde. Gerne war ich bereit, eine coole Aufgabe im Fussball zu übernehmen und das Erlernte aus meinem Wirtschafts-Bachelor-Studium in die Praxis umzusetzen. Das Studium habe ich unterbrochen, um das Trainer-A-Diplom zu absolvieren. Danach möchte ich den Bachelor abschliessen.
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Jérôme Thiesson: Das bin ich ein Jahr lang immer wieder gefragt worden … Und ich habe viel Neues kennenlernen dürfen. Mein Aufgabengebiet umfasst die Leitung der Geschäftsstelle sowie des Spieltags. Ich bin Anlaufstelle für die Infrastruktur und bin Nachhaltigkeits-Verantwortlicher. Ausserdem koordiniere ich die Lizenzeingabe und die Medienanfragen.
Jérôme Thiesson: Es ist ein toller Ausgleich, der mir mindestens so viel Freude bereitet wie die Arbeit am Schreibtisch. Auch wenn noch viel zu tun wäre, muss ich um 15 Uhr jeweils mein Büro verlassen, da im Schachen 20 Jungs auf mich warten. Es ist sehr herausfordernd, aber auch ein Privileg, Zeit mit der Generation von morgen zu verbringen. Bei diesen 14-Jährigen entwickelt sich in den nächsten drei bis vier Jahren so viel, sei es im Fussball oder in der Persönlichkeitsentwicklung. Schön, dass ich sie dabei ein Stück auf diesem Weg begleiten darf.
— Jérôme Thiesson, über das Saisonfinale
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Jérôme Thiesson: Ich habe die Reaktionen nach dem Thun-Spiel sehr positiv wahrgenommen. Natürlich ist es nicht einfach, wenn man den anderen beim Jubeln zusehen muss. Die Enttäuschung war spürbar. Aber die Mannschaft weiss einzuschätzen, woher sie kommt und welche Entwicklung sie in dieser Saison gemacht hat. Nun haben wir Spiele vor uns, in denen es viel zu gewinnen gibt. Und diese Challenge geht die ganze Crew sehr fokussiert an.
Interview
Das Interview führte: Marcel Petermann
Jérôme Thiesson: Vor allem in den Saisons bei Bellinzona war es jeweils negativer Druck, wenn es darum ging, den Ligaerhalt in der Super League zu schaffen (2009–2011, Red.). Auch mit Luzern kämpften wir gegen den Abstieg, nebst erfolgreichen Jahren, in den wir um die Europacup-Plätze spielten. Da gab es schon auch Nächte, in denen man nicht gut schlief. Aber mit zunehmendem Alter konnte ich dies besser einordnen und gut mit diesem Druck umgehen. Man muss die Spiele, in denen es um viel geht, lieben und als Team herausragen wollen. Es gilt Resilienz zu beweisen und alles in die Waagschale zu werfen.
Jérôme Thiesson: Die Kinder im Alter von rund zehn Jahren haben sich die Unterstützung von den Rängen verdient. Je jünger die Kicker sind, desto purer die Emotionen. Das Turnier im Brügglifeld mit den Teams des FC Baden, des FC Entfelden, des FC Gontenschwil und der Selection Team Kessler dauert von 18 bis 20 Uhr. Alle sind herzlich willkommen. Der Besuch lohnt sich natürlich auch wegen unseres super Caterings! Und am Abend kann die Partie Etoile Carouge gegen Aarau als Public Viewing verfolgt werden für alle, welche die Reise nach Genf nicht antreten können.
Matchzeitung Nr. 19 (2024/25) lesen
Dieser Artikel ist am 9. Mai 2025 in der Ausgabe Nr. 19 (Saison 2024/25) der Matchzeitung HEIMSPIEL gegen den FC Wil erschienen.





