Eine Woche vor dem Saisonauftakt im heimischen Brügglifeld zeigten sich die Schützlinge von Chefcoach Brunello Iacopetta im Vergleich mit dem letztjährigen Ligarivalen als eingespielte Auswahl, die das Heft des Handelns umgehend in die eigenen Hände nahm und für ihre aktive Spielweise frühzeitig belohnt wurde: Nach einem Ballgewinn von Dorian Derbaci fand das Zuspiel von Elias Filet zu Sturmpartner Daniel Afriyie, der den Thuner Keeper Niklas Steffen mit einem flachen Abschluss in die linke Ecke bezwingen konnte (14.).

Daniel Afriyie traf zur Aarauer Führung
In der Folge wurden die zentralen Kopfstösse von Serge Müller (23.) und Christopher Ibayi (27.) jeweils zur sicheren Beute des gegnerischen Goalies, während weitere Abschlüsse von Elmin Rastoder (6./29.) nicht aufs Tor fanden. Dass die Aarauer trotz einer konzentrieren Abwehrleistung nicht mit einer Führung in die erste von zwei Pausen – gespielt wurden total 120 Minuten – gingen, war mit einem seitlichen Schussversuch von Ibayi zu begründen, welchen Aarau-Keeper Marvin Hübel in der nahen Ecke passieren lassen musste (42.).

Valon Fazliu verfolgt von Leonardo Bertone
Nach dem Seitenwechsel konnte sich Hübel bei einem Schuss von Franz-Ethan Meichtry in Szene setzen, ehe sich die zuvor ausgeglichenen Kräfteverhältnisse aufgrund von zahlreichen Spielermutationen zugunsten des Super-League-Aufsteigers verschoben. Zuerst scheiterten Michael Heule (64.) und Nils Reichmuth (66.) noch knapp, doch nach einem neuerlichen Versuch von Reichmuth brauchte Heule schliesslich nur noch abzustauben (69.). Zehn Minuten später war es Rastoder, der die Hereingabe von Fabio Fehr in dieser Thuner Druckphase akrobatisch an die Querlatte lenkte.

Erster Einsatz von Victor Petit im FCA-Trikot
Auch der FC Aarau vermochte dank der starken Einzelleistung von Mamadou Fofana (88.) und eines wuchtigen Versuchs von Raul Bobadilla (93.) nochmals Lebenszeichen in der Offensive zu setzen, doch die Treffer fielen in dieser «Verlängerung» nur noch auf der Gegenseite, wobei sich der eingewechselte Marc Gutbub als zweifacher Torschütze (101./108.) bejubeln lassen durfte, während sich Goalie Andreas Hirzel mit aufmerksamen Paraden bei den finalen Abschlüssen von Valmir Matoshi (95.) und Ashvin Balaruban (112.) auszeichnen konnte.
FC Thun - FC Aarau 4:1 (1:1; 2:1)
Zelgli, Thun. – 500 Zuschauer. – SR: Gianforte. – Tore: 14. Afriyie (Filet) 0:1. 42. Ibayi 1:1. 69. Heule 2:1. 101. Gutbub 3:1. 108. Gutbub 4:1.
Thun: Steffen (80. Ziswiler); Fehr (80. Dähler), Montolio (61. Bürki), Bamert (80. Franke); Reichmuth (80. Tomas), Käit (45. Matoshi), Bertone (80. Roth), Heule (80. Balaruban); Meichtry (80. Janjicic); Ibayi (80. Gutbub), Rastoder (80. Stewart).
Aarau: Hübel (91. Hirzel); Müller (91. Senyurt), Acquah (91. Jakob), Thaler (80. Petit); Kessler (61. Schwegler), Zoukit (80. Fofana), Derbaci (80. Frokaj), Guzzo (61. Obexer); Fazliu (91. Gebreyesus); Afriyie (91. Khaled), Filet (61. Bobadilla, 111. Derbaci).
Bemerkungen: Aarau ohne Aliu, Dickenmann, Jäckle, Koide (alle verletzt), Bahloul und Vogt (beide nicht im Aufgebot). – 45. Käit verletzt ausgeschieden. 79. Lattenschuss Rastoder. – Spieldauer: 2 x 45 Minuten plus 1 x 30 Minuten. – Verwarnungen: 78. Bobadilla, 115. Dähler, 115. Khaled (alle Unsportlichkeit).
