Elfmeterfestival endet mit Prestigesieg
Wir gewinnen unsere Hauptprobe vor dem Meisterschaftsstart gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin dank zwei Elfmetertoren von Serge Müller und Daniel Afriyie mit 2:1.
Kaum war das internationale Kräftemessen im Brügglifeld freigegeben, zeigte der Unparteiische Johannes von Mandach bereits zum ersten Mal auf den Punkt — nach einem Foulspiel an Kastrijot Ndau vollstreckte Serge Müller nach nur 80 Sekunden souverän zur frühen Aarauer Führung flach in die linke Ecke. In der Folge waren die Kopfstösse von Leopold Querfeld (7.) und Torschütze Müller (12.) ebenso wenig von Erfolg gekrönt wie ein kecker Versuch von Victor Petit-Viretti, der den Union-Keeper Matheo Raab nach einem Ballgewinn aus dem Mittelkreis per Heber zu bezwingen versuchte — und nur knapp scheiterte (17.).
Knapp wurde es anschliessend auch auf der Gegenseite: Zuerst schoss Marin Ljubicic nach einer flachen Hereingabe von Tom Rothe nur knapp drüber (21.), dann gelang es Goalie Luka Velickovic einen wuchtigen Kopfball von Querfeld mit Hilfe der Torumrandung zu entschärfen (22.) und schliesslich rettete Marco Thaler beim Distanzschuss von Woo-Yeong Jeong auf der Torlinie (30.). Nach einer Chance per Kopf von Roko Baturina (37.) war es angesichts des Chancenplus auch folgerichtig, dass die Köpenicker kurz vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich kamen — auch Ljubicic zeigte sich vom Penaltypunkt eiskalt, nachdem Julien Friedrich zuvor von Petit-Viretti zu Fall gebracht worden war.
Kurz vor dem Pausenpfiff war die Equipe von Cheftrainer Brunello Iacopetta nach einem Schussversuch durch Jeong und der Parade von Velickovic erneut auf die Unterstützung des Aluminiums angewiesen, sodass es bei sehr wechselhaften Bedingungen mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Katakomben ging. Nach Halbchancen für Ljubicic (55.), Müller (57.) und Afriyie (59.) wurde es nach einer Stunde Spielzeit wieder brenzliger im heimischen Strafraum, doch mit vereinten Kräften gelang es den Abschluss per Hacke von Youngster Friedrich und den Nachschuss von Duje Sliskovic gleichermassen zu entschärfen.
In der Schlussphase, als auf Seiten der Berliner viele junge Talente zu Spielminuten kamen, agierte der FCA überlegen — auch wenn Zidan Tairi (76.), Afriyie (78.) und Henri Koide (84.) noch nicht zu reüssieren wussten. Und so war es am Ende wieder ein Strafstoss, der die endgültige Entscheidung vor 2’995 Zuschauern im Brügglifeld herbeiführte, nachdem die Hereingabe von Afriyie durch Zeno Van den Bosch mit der Hand gestoppt worden war. Der Ghanaer übernahm die Verantwortung gleich selbst und versenkte den Ball in der 86. Minute mit einem präzisen Flachschuss in den gegnerischen Maschen, einhergehend mit einem Achtungserfolg gegen den Tabellenelften der abgelaufenen Bundesliga-Saison.
Am nächsten Freitag starten wir mit einem Auswärtsspiel beim Etoile Carouge in die Challenge-League-Saison 2026/27. Die Begegnung wird um 20.15 Uhr im Stade de la Fontenette angepfiffen.
FC Aarau — 1. FC Union Berlin 2:1 (1:1)
Brügglifeld. — 2’995 Zuschauer. — SR: von Mandach. — Tore: 2. Müller (Foulpenalty) 1:0, 42. Ljubicic (Foulpenalty) 1:1. 86. Afriyie (Handspenalty) 2:1.
Aarau: Velickovic (64. Hirzel); Dickenmann (80. Jordan), Müller, Thaler (46. Arkovic, 53. Acquah), Guzzo (80. Hasani), Senyurt (69. Obexer); Aliu, Petit-Viretti (80. Coric), Ndau (69. Tairi); Baturina (46. Koide), Afriyie.
Union Berlin: Raab; Trimmel (69. Barry), Querfeld (69. Van den Bosch), Ogbemudia (69. Wilp), Rothe (69. Etobe); Haberer (69. Zunk), Sliskovic (69. Blaszczak); Jeong (69. Pepinski), Güther (69. Witschel), J. Friedrich (69. Kannegiesser); Ljubicic (69. Engel).
Bemerkungen: Aarau ohne van der Werff, Vladi (beide im Aufbau), Fofana und Khaled (beide nicht im Aufgebot). Union Berlin ohne Ansah, Burcu, Burke, M. Friedrich, Ilic, Juranovic, Kemlein, Klaus, Schäfer und Valin (alle nicht im Aufgebot). — 22. Velickovic klärt einen Kopfball von Querfeld an die Latte. 30. Thaler klärt Schuss von Jeong auf der Torlinie. 44. Velickovic lenkt einen Schuss von Jeong an den Pfosten. 53. Arkovic verletzt ausgeschieden. — Keine Verwarnungen.





