Erstes Cup-Duell vor knapp 100 Jahren - FC Aarau - Fussball-Club Aarau

Erstes Cup-Duell vor knapp 100 Jahren

Unser aktu­el­les Cup­spiel gegen den FC Zürich (Sonn­tag, 15.00 Uhr) ist bereits das ach­te Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Clubs in der über 100-jäh­ri­­gen Geschich­te des Wett­be­werbs. Grund genug, um ins Archiv zu stei­gen und die bis­he­ri­gen Duel­le etwas genau­er anzu­schau­en.

Sonn­tag, 2. März 1930, Halb­fi­nal:
FC Zürich – FC Aar­au 1:2
Im noch jun­gen Schwei­zer Cup hat­ten sich die bei­den Teams bis in den Halb­fi­nal vor­ge­kämpft und spiel­ten nun an die­sem Sonn­tag­nach­mit­tag auf dem Hard­turm um die Final­teil­nah­me. Vor 10 000 Zuschau­ern ging der FC Aar­au, der seit sei­ner Grün­dung zur Eli­te des Schwei­zer Fuss­balls gehör­te, in der Mit­te der ers­ten Halb­zeit durch Karl Lüt­hy in Füh­rung. Als Goa­lie Wil­helm Reich­hardt 20 Minu­ten vor Schluss einen halt­ba­ren Schuss Adol­phe Spil­lers pas­sie­ren liess, sah es nach Ver­län­ge­rung aus. Doch fünf Minu­ten spä­ter erziel­te Leo Tad­dei den Sieg­tref­fer, und der FC Aar­au stand zum ers­ten Mal im Cup­fi­nal, der dann aller­dings gegen die Young Boys mit 0:1 ver­lo­ren ging.

Sonn­tag, 9. Janu­ar 1949, Ach­tel­fi­nal:
FC Aar­au – FC Zürich 2:2 n.V.
Der FC Zürich gehör­te der Natio­nal­li­ga A an, wäh­rend der FC Aar­au in der 1944 neu ein­ge­führ­ten Natio­nal­li­ga B spiel­te. 5500 Zuschau­er ver­folg­ten die inten­si­ve und span­nen­de Par­tie im Brügg­li­feld und sorg­ten damit für einen neu­en Sta­di­on­re­kord. Nach 20 Minu­ten stand es bereits 1:1, und kurz nach der Pau­se gelang Libe­ro Tad­dei das zwei­te Tor für die Aar­au­er. Als Kurt Ams­ler in der 80. Minu­te zum Hand­spenal­ty antre­ten konn­te, hoff­ten die Anhän­ger des FCA auf die Ent­schei­dung. Doch Max Lit­scher hielt Ams­lers Schuss, und kurz danach glich And­res mit sei­nem zwei­ten Tor aus. Noch ein­mal hat­te das Team von Trai­ner Richard Lon­gin die Chan­ce auf den Sieg­treffer, doch auch Wal­ter Flu­ry brach­te sei­nen Foul­penal­ty nicht an Lit­scher vor­bei. Im nötig gewor­de­nen Wie­der­ho­lungs­spiel gab es dann für die Aar­au­er nichts zu holen. Vor 4000 Zuschau­ern gewann der FCZ im Let­zi­grund 4:0.

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Halb­fi­nal 1930: Karl Lüt­hy (Bild­mit­te) zir­kelt den Ball zur Aar­au­er 1:0‑Führung ins Netz.

Sonn­tag, 23. Dezem­ber 1951, Sech­zehn­tel­fi­nal:
FC Aar­au – FC Zürich 0:2
Knapp drei Jah­re spä­ter führ­te das Los die bei­den Teams bereits wie­der zusam­men. Vor gut 4000 Zuschau­ern war das Spiel auf dem hart gefro­re­nen und holp­ri­gen Brüg­g­­li­­feld-Rasen deut­lich weni­ger spek­ta­ku­lär als der Ach­tel­fi­nal im Janu­ar 1949. Wal­ter Boss­hard traf nach 20 Minu­ten zur Füh­rung der Gäs­te aus Zürich. Und als kurz nach der Pau­se Charles Ros­si nach­dop­pel­te, war die Par­tie ent­schie­den.

Sonn­tag, 20. Novem­ber 1955, 1/32-Final:
FC Aar­au – FC Zürich 1:0
1954 war der FC Aar­au in die 1. Liga abge­stie­gen, so dass ihn nun sogar zwei Klas­sen vom FC Zürich trenn­ten. Die Zür­cher lagen zwar auch nicht an der Spit­ze der Natio­nal­li­ga A, waren aber natür­lich deut­li­cher Favo­rit. Die von Max Isler und Armin Scheu­rer trai­nier­ten Aar­au­er hat­ten vor 4200 Zuschau­ern den bes­se­ren Start und konn­ten nach 20 Minu­ten durch Mar­cel Lüscher in Füh­rung gehen. Die Reak­ti­on der Zür­cher fiel weit weni­ger hef­tig aus als erwar­tet, und weil Goa­lie Wer­ner Fro­idevaux einen Glanz­tag erwisch­te, blieb das Resul­tat bis zur Pau­se unver­än­dert. Auch nach dem Sei­ten­wech­sel blieb der gros­se Ansturm der Gäs­te aus. Die Defen­si­ve des Heim­clubs liess nur wenig zu, und was dann doch durch­kam, war eine siche­re Beu­te von Fro­idevaux. So erreich­te der FCA die nächs­te Run­de, wo dann aber der FC Luga­no trotz frü­her Aar­au­er Füh­rung und zeit­wei­se kla­rer Über­le­gen­heit End­sta­ti­on war.

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Cup-Sen­­sa­­ti­on 1955: v.l. Heinz Bäni, Tor­hü­ter Wer­ner Fro­idevaux, Wer­ner Leim­gru­ber (FCZ) und Josef Dick­mann.

Don­ners­tag, 21. März 1996, Ach­tel­fi­nal:
FC Aar­au – FC Zürich 2:0
Es ver­gin­gen 40 Jah­re, ehe die bei­den Ver­ei­ne end­lich wie­der im Cup auf­ein­an­der­tra­fen. Unter­des­sen war der FC Aar­au in die Natio­nal­li­ga A auf­ge­stie­gen und hat­te den Liga­cup, den Schwei­zer Cup und die Meis­ter­schaft gewon­nen. Am 21. März 1996 fan­den ledig­lich 2800 Per­so­nen den Weg ins Brügg­li­feld. Wer zu spät kam, hat­te das ers­te Tor schon ver­passt. Genau 48 Sekun­den waren gespielt, als Sasa Ciric die Füh­rung erziel­te. Nach dem 2:0, wie­der durch Ciric, war die Par­tie ent­schie­den. Im Vier­tel­fi­nal ver­lor der FC Aar­au gegen Ser­vet­te 1:4. Alle Gen­fer Tore erziel­te Oli­ver Neu­ville.

Sonn­tag, 5. Febru­ar 2006, Vier­tel­fi­nal:
FC Aar­au – FC Zürich 1:1 n.V., 3:4 n.P.
Zehn Jah­re spä­ter war die Zuschau­er­zahl dop­pelt so gross, obwohl der FC Aar­au kei­ne gute Sai­son spiel­te. In der Win­ter­pau­se kam unter ande­rem der Kame­ru­ner Albert «Bobo» Baning, der ein hal­bes Jahr spä­ter für rund eine Mil­li­on Fran­ken zu Paris Saint-Ger­­main trans­fe­riert wur­de. Nach gut einer hal­ben Stun­de ver­wan­del­te Cesar einen streng gepfif­fe­nen Foul­penal­ty zum 0:1. Nur eine Zei­ger­um­dre­hung spä­ter war jedoch alles wie­der aus­ge­gli­chen. Bie­li ver­such­te es von links mit einem Flach­schuss, den Abpral­ler spit­zel­te Baning unter die Lat­te. Im Penal­ty­schies­sen waren die bei­den Goa­lies Mas­si­mo Colom­ba (FCA) und John­ny Leo­ni (FCZ) die gros­sen Figu­ren. Am Ende brach­te Iuli­an Filipes­cu die Zür­cher in die nächs­te Run­de.

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2006: Die bei­den Tor­schüt­zen Albert Baning und Cesar im Zwei­kampf. Links Xavier Mar­gai­raz.

Sams­tag, 15. Okto­ber 2011, Sech­zehn­tel­fi­nal:
FC Aar­au – FC Zürich 1:3
Das bis­her letz­te Auf­ein­an­der­tref­fen mit dem FC Zürich fand vor ziem­lich genau 15 Jah­ren statt. Nach einem unge­fähr­de­ten 8:0‑Erfolg bei Amicitia Rie­hen in der ers­ten Cup-Run­­de muss­te sich das Team von René Wei­ler im Brügg­li­feld mit den Stadt­zür­chern mes­sen. Das Spiel begann ganz nach dem Gus­to der FCA-Fans. Bereits nach gut fünf Minu­ten schlenz­te aus­ge­rech­net der vom FCZ aus­ge­lie­he­ne Remo Staub­li ein Zuspiel von Mousta­pha Dabo unter die Lat­te. Doch die Freu­de dau­er­te nicht lan­ge. Noch vor Ablauf einer Vier­tel­stun­de glich Admir Meh­me­di per Kopf aus. Die zwei­te Halb­zeit hat­te kaum begon­nen, da chipp­te Yas­si­ne Chik­haoui den Ball zu Adri­an Nik­ci, der mit einem gefühl­vol­len Lup­fer das Füh­rungs­tor erzie­len konn­te. Als Chik­haoui eine Vier­tel­stun­de spä­ter zum 3:1 traf, war die Par­tie ent­schie­den.

Match­zei­tung Nr. 6 (2026/27) lesen

Die­ser Arti­kel ist am 18. Okto­ber 2026 in der Aus­ga­be Nr. 6 (Sai­son 2026/27) der Match­zei­tung HEIMSPIEL gegen den FC Zürich erschie­nen.

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