«Ich musste mich kurz schütteln»

Im Inter­view spricht Linus Obex­er über sei­ne aktu­el­le Tor­ge­fähr­lich­keit, den Auf­takt in die neue Sai­son und eine spe­zi­el­le Cho­reo­gra­phie der Sze­ne Aar­au.

Inter­view

Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Im Bar­ra­­ge-Rück­­spiel gegen GC hat­test du dein ers­tes Tor für den FC Aar­au erzielt und beim ers­ten Liga­spiel in der neu­en Sai­son gegen Bel­lin­zo­na durf­test du sogleich wie­der jubeln. Wie hat sich die­ser Tref­fer ange­fühlt?

Linus Obex­er: In ers­ter Linie ist es ein­fach ein enorm schö­nes Gefühl gewe­sen. Wir hät­ten uns gegen Bel­lin­zo­na schon in der ers­ten Halb­zeit beloh­nen kön­nen, auch ich hat­te bereits eine gute Chan­ce. Ent­spre­chend fühl­te es sich sehr befrei­end an, nach dem Gegen­tref­fer direkt eine Reak­ti­on zei­gen zu kön­nen.

Das Heim­spiel gegen Bel­lin­zo­na wur­de schliess­lich wegen des star­ken Regens abge­bro­chen. Wie war es für dich als Spie­ler auf dem Platz und wie bist du mit dem Spiel­ab­bruch umge­gan­gen?

Linus Obex­er: Es war eine sehr spe­zi­el­le Situa­ti­on, in wel­cher wohl die wenigs­ten von uns bereits ein­mal waren. Zu Beginn der zwei­ten Halb­zeit war der Zustand des Plat­zes gefühlt sehr ähn­lich zum Zustand, nach­dem die vie­len Fans und Hel­fer den Platz best­mög­lich vom Was­ser befreit hat­ten. Ent­spre­chend war es für uns ent­täu­schend, als das Spiel nach 65 Minu­ten abge­bro­chen wur­de. Ger­ne hät­ten wir fer­tig­ge­spielt, auch weil es sehr ein­drück­lich zu sehen war, wie vie­le Fans im strö­men­den Regen auf­op­fe­rungs­voll alles ver­sucht hat­ten, um uns eine Chan­ce zu bie­ten, das Spiel zu Ende spie­len zu kön­nen.

Linus Obex­er beju­belt sei­nen Tref­fer gegen Bel­lin­zo­na

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Wie zufrie­den bist du mit unse­ren bis­he­ri­gen Auf­trit­ten in die­ser Sai­son?

Linus Obex­er: Im Gros­sen und Gan­zen bin ich sehr zufrie­den mit den bei­den Spie­len. Wir hat­ten eine inten­si­ve Vor­be­rei­tung und haben den Start trotz eini­gen Umstel­lun­gen gut gemeis­tert. Es macht Spass zu sehen, dass alle mit­zie­hen. Im Rück­blick auf die ver­gan­ge­ne Sai­son war und ist es uns allen enorm wich­tig, den Sai­son­start die­ses Mal erfolg­rei­cher zu gestal­ten.

In Wil zeig­ten unse­re Fans ein gros­ses Trans­pa­rent mit der Auf­schrift «zäme gömer nie onder», dar­auf abge­bildet waren die Fans beim Was­ser vom Platz schau­feln und ein gros­ses Bild von dir bei dei­nem Tor­ju­bel. Du schienst sicht­lich gerührt zu sein, als du das Trans­pa­rent beim Ein­marsch gese­hen hast. Was ist in die­sem Moment in dir vor­ge­gan­gen?

Linus Obex­er: Ich war völ­lig über­rascht, aber es war mir natür­lich eine rie­si­ge Ehre. Es ist etwas vom Schöns­ten und Wert­volls­ten als Spie­ler, auf einer Cho­reo mit die­ser Bot­schaft abge­bil­det zu sein. Ich muss­te mich kurz schüt­teln. Mein zwei­ter Gedan­ke war direkt, ob ich die­ser Wert­schät­zung über­haupt gerecht wer­de und es ver­dient habe, aber es war zwei­fel­los über­wäl­ti­gend schön für mich.

Aar­au­er Cho­reo beim Aus­wärts­spiel in Wil

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Das Inter­view führ­te: Sarah Röl­li

Der Gross­teil der Mann­schaft aus der letz­ten Sai­son ist in der Som­mer­pau­se zusam­men­ge­blie­ben, trotz­dem sind auch eini­ge neue Akteu­re dazu­ge­stos­sen. Wie sind die Inte­gra­ti­on der neu­en Spie­ler und die Anpas­sung des Spiel­sys­tems gelun­gen?

Linus Obex­er: Einer­seits sind sowohl der Staff und auch gros­se Tei­le der Mann­schaft noch hier, was sicher­lich auch die Inte­gra­ti­on der neu­en Spie­ler ver­ein­facht hat. Ande­rer­seits habe ich das Gefühl, dass alle Neu­en auch abseits des Plat­zes schnell Zugang zu ande­ren Spie­lern oder einer Grup­pe gefun­den haben. Alle schei­nen hung­rig und moti­viert zu sein, was uns allen sehr gut­tut. Das Spiel­sys­tem macht eben­falls viel Freu­de. Wir haben uns inten­siv mit der Umstel­lung aus­ein­an­der­ge­setzt und die Ent­wick­lung ist immer stär­ker auch auf dem Platz spür­bar. Wir sind nun etwas fle­xi­bler und varia­bler, sodass wir uns vie­len Situa­tio­nen anpas­sen kön­nen. Ich glau­be, dass wir einen sehr guten Weg ein­ge­schla­gen haben. Die­sen gilt es nun kon­se­quent wei­ter­zu­ge­hen und dabei noch eini­ge Pro­zent zuzu­le­gen.

Nun war­tet ein Heim­spiel gegen den aktu­el­len Tabel­len­füh­rer Neu­châ­tel Xamax auf uns. Wie blickst du auf die­se Begeg­nung?

Linus Obex­er: Xamax ist eine ambi­tio­nier­te Mann­schaft, wel­che sich punk­tu­ell ver­stärkt hat und bereits gut ein­ge­spielt ist. Wir wis­sen, was auf uns zukommt. Auch die­ses Spiel wird ein Grad­mes­ser, aber ich bin über­zeugt, dass wir die drei Punk­te mit einem domi­nan­ten Auf­tritt im Brügg­li­feld behal­ten wer­den.

Match­zei­tung Nr. 2 (2025/26) lesen

Die­ser Arti­kel ist am 9. August 2025 in der Aus­ga­be Nr. 2 (Sai­son 2025/26) der Match­zei­tung HEIMSPIEL gegen den Neu­châ­tel Xamax FCS erschie­nen.

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