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Der FC Aarau muss nach der 2:5-Niederlage beim FC Winterthur weiterhin auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Challenge-League-Saison warten.

Die Aarauer erzielten auch im dritten Aufeinandertreffen mit den Eulachstädtern in diesem Kalenderjahr einmal mehr zwei Treffer – und stehen nach einem wechselhaften Fussballspiel dennoch mit leeren Händen da. Im Gegensatz zu den beiden vormaligen Duellen war der FC Aarau jedoch alles andere als unterlegen; stattdessen gefiel die Elf von Cheftrainer Stephan Keller mit einer konstruktiven Spielidee – und kämpfte gegen verschiedene Widerstände an. Ein erster Dämpfer ereignete sich nach knapp fünf Minuten, als sich eine Hereingabe von Davide Callà am hinteren Pfosten ins FCA-Netz senkte. Dabei haftete diesem Treffer ein entscheidender Makel an, weil das Leder zuvor bereits die Torlinie überschritten hatte, was dem (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht auf der Höhe seiner Aufgabe befindlichen Assistenten jedoch entgangen war.

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Kevin Spadanuda sorgte für viel Torgefahr

Nach einer passiven Anfangsphase kamen auch die Aarauer zu ersten Chancen, aber Elsad Zverotic sah seinen Kopfstoss nach einem Eckball von Kevin Spadanuda auf der Linie geklärt (10.). Immer wieder deuteten die Gäste mit zielstrebigen, nach vorne orientierten Angriffen ihre Qualitäten an, doch gelang es Donat Rrudhani (17.) sowie Raoul Giger (21.) nach direkten Spielzügen nicht für den krönenden Abschluss zu sorgen. Die Hausherren setzten ihrerseits vereinzelte Nadelstiche – so scheiterte Pascal Schüpbach, nachdem er drei Gegenspieler aussteigen liess, aus halblinker Position frei vor Aarau-Keeper Simon Enzler an der Torumrandung (27.). Nur kurze Zeit später war es der Ex-FCA-Stürmer Roman Buess, der die Winterthurer Führung mittels Strafstoss (nach Foulspiel an Roberto Alves) verdoppelte.

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Voller Einsatz bei Donat Rrudhani

Dabei war der FCA in dieser Phase eigentlich spielbestimmend gewesen, aber Kevin Spadanuda (32.) und Shkelzen Gashi (33.) scheiterten am glänzend reagierenden Winterthur-Goalie Dario Marzino, ehe Liridon Balaj von rechtsaussen knapp übers Ziel schoss. In der 35. Minute folgte der verdiente Anschluss durch einen satten Schuss von Spadanuda nach einem Balaj-Corner, doch die Aarauer machten sich ihren positiven Trend sogleich wieder selbst zu Nichte – so wurde Ousmane Doumbia beim direkten Gegenangriff sträflich alleine gelassen, sodass er den alten Zwei-Tore-Abstand mit einem Abschluss in die entfernte Torecke realisierte, gleichbedeutend mit dem ernüchternden Pausenstand aus Aarauer Sicht im ersten Challenge-League-Spiel auf der Schützenwiese seit rund sieben Monaten.

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Léon Bergsma gegen Roman Buess

Nach dem Seitenwechsel blieb der FCA weiterhin mehrheitlich im Ballbesitz, doch gelang es nur noch selten über geduldiges Aufbauspiel in die gegnerische Gefahrenzone vorzudringen. Erstaunlich war, dass der Unparteiische nach einem klaren Foulspiel an Spadanuda nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte; stattdessen erhielt er einige Minuten später einen Freistoss zugesprochen – von der Strafraumgrenze sorgte Olivier Jäckle mit einem direkt verwandelten Abschluss für den neuerlichen Anschlusstreffer (60.), ehe Randy Schneider von rechtsaussen am entfernten Torpfosten vorbeischoss (63.). Am Ende sollten nur Details über den Ausgang dieses ausgeglichenen Duells entscheiden – mit dem besseren Ende für die Gastgeber.

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Randy Schneider gegen Gezim Pepsi

Analog zur Vorwoche gab es Anschauungsunterricht in Sachen Kaltblütigkeit, denn die Lokalmatadoren nutzten das zaghafte Eingreifen der Aarauer Defensive in den Schlussminuten eiskalt aus: Einmal zirkelte Alves das Leder aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel (73.), später sorgte Doumbia aus zentraler Position vor Goalie Enzler für den Endstand (89.), nachdem Gashi zuvor seinen Freistoss in die nähere Ecke durch YB-Leihgabe Marzino pariert sah (81.). Damit muss der FCA nach zwei Runden trotz guten Ansätzen weiterhin auf den ersten Punktgewinn in der laufenden Brack.ch-Challenge-League-Saison warten.

FC Winterthur – FC Aarau 5:2 (3:1)

Schützenwiese. – 1’000 Zuschauer. – SR: Schärli. – Tore: 5. Callà 1:0. 29. Buess (Foulpenalty) 2:0. 35. Spadanuda (Balaj) 2:1. 36. Doumbia 3:1. 60. Jäckle 3:2. 73. Alves 4:2. 89. Doumbia 5:2.

Winterthur: Marzino; Lekaj, Arnold, Kamberi, Schüpbach; Doumbia, Pepsi; Callà (78. Mahamid), Alves (91. Gatenbein), Ramizi (86. Hamdiu); Buess (91. Rama).

Aarau: Enzler; Giger, Thiesson, Bergsma, Caserta; Jäckle; Balaj (88. Hammerich), Rrudhani (53. Schneider), Zverotic, Spadanuda; Gashi.

Bemerkungen: Winterthur ohne Isik (krank), Costinha, Gonçalves, Kriz, Ltaief, Roth, Spiegel, Tolino und Volkart (alle verletzt). Aarau ohne Schindelholz (krank), Hajdari, Peralta, Thaler, Verboom (alle verletzt) und von Arx (nicht im Aufgebot). – 27. Pfostenschuss Schüpbach. – Verwarnungen: 28. Thiesson, 40. Pepsi, 76. Jäckle (alle Foulspiel).

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