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Der FC Aarau überzeugt beim Barrage-Hinspiel durch einen 4:0-Auswärtssieg gegen den Neuchâtel Xamax FCS dank Toren von Tasar (2), Maierhofer und Misic.

Im Kräftemessen mit dem Super-League-Vorletzten gelang es den Aarauern in einer beeindruckenden Manier, die Ausfälle der gesperrten Spieler Olivier Jäckle, Nicolas Schindelholz und Marco Schneuwly sowie von Markus Neumayr (Knieblessur) zu kompensieren; scheinbar mühelos ordneten sich Gezim Pepsi und Norman Peyretti ins homogene Kollektiv ein. Zwar waren die Hausherren vor allem im ersten Umgang mehrheitlich im Ballbesitz, doch gefährlich wurde es einzig, als Keeper Djordje Nikolic einen Schuss von Geoffroy Serey Dié nicht festhalten konnte, aber seinen Fehler mit der starken Intervention beim Nachschuss von Raphaël Nuzzolo wieder ausbügelte (18.).

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Stefan Maierhofer und Janick Kamber

Auf der Gegenseite schlugen die Schützlinge von Cheftrainer Patrick Rahmen eiskalt zu: In der 22. Minute fand eine Flanke des Ex-Xamaxien Linus Obexer in den heimischen Strafraum, wo Varol Tasar gleich zwei Abwehrspieler auf sich zog – und Stefan Maierhofer in dessen Schatten zur Aarauer Führung einnetzte. Umgehend versuchte Xamax mit einem Abschluss von Afimico Pululu (23.) zu reagieren, doch die cleveren Gäste spielten sich dank der frenetischen Unterstützung von mehr als 2’000 (!) FCA-Fans in einen Rausch der Effizienz: In der 34. Minute klärte Xamax-Spieler Charles Pickel unglücklich in den Lauf von Petar Misic, der das uneigennützige Auge für den mitgelaufenen Tasar hatte – 2:0 für Aarau!

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Aarauer Jubel nach der Führung durch den «Major»

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam Misic zu seinem persönlichen Torerfolg – nach einem langen Zuspiel von FCA-Captain Elsad Zverotic enteilte der Kroate seinen Bewachern, um aus halblinker Position vorbei an Xamax-Goalie Laurent Walthert zum surrealen 3:0-Pausenstand zu vollenden. Kurz nach Wiederanpfiff schwächten sich die Hausherren selbst: Nach einer strittigen Situation im Aarauer Strafraum wurde Xamax-Topskorer Nuzzolo angesichts einer Unsportlichkeit (Spucken) gegen Schiedsrichter Stephan Klossner mit einem Platzverweis bedacht. Der 35-jährige Offensivspieler kann somit auch im Rückspiel nicht eingesetzt werden.

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Enthusiastischer Support von rund 2'000 FCA-Fans

In der Folge sah Obexer seinen Distanzschuss durch Goalie Walthert im letzten Moment über die Querlatte gelenkt (59.), ehe sich dessen Antipode Nikolic auf der Gegenseite durch einen starken Reflex beim satten Abschluss von Serey Dié auszuzeichnen vermochte (63.). In der 69. Minute krönte der FCA seine herausragende Leistung mit einer mustergültigen Kombination über Gianluca Frontino und Maierhofer, dessen Hereingabe von Tasar zum 4:0-Endstand im leeren Gehäuse versenkt wurde. Die Aarauer brachten ihren Vorsprung mit einer konzentrierten, solidarischen Abwehrleistung souverän über die verbleibende Zeit. Zum ersten Mal gelang es einer Mannschaft im Barrage-Hinspiel vier Tore zu erzielen, sodass die Türe zur Raiffeisen Super League vor dem Rückspiel im Brügglifeld (Sonntag, 16.00 Uhr) weit aufgestossen wurde.

Neuchâtel Xamax FCS - FC Aarau 0:4 (0:3)

Maladière. – 12’000 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Klossner. – Tore: 22. Maierhofer (Obexer) 0:1. 34. Tasar (Misic) 0:2. 47. Misic (Zverotic) 0:3. 69. Tasar (Maierhofer) 0:4.

Xamax: Walthert; Sejmenovic, Oss, Huyghebaert; Gomes (48. Tréand), Serey Dié, Pickel (40. Ademi), Kamber; Doudin; Pululu (61. Veloso), Nuzzolo.

Aarau: Nikolic; Giger, Leo, Bürgy, Obexer; Tasar, Pepsi (76. Hammerich), Zverotic, Misic; Peyretti (67. Frontino); Maierhofer (82. Karanovic).

Bemerkungen: Xamax ohne Djuric, Fejzulahi, Xhemajli (alle verletzt), Le Pogam, Nicastro, Nimani, Qela, Ramizi und Santana (nicht im Aufgebot). Aarau ohne Jäckle, Schindelholz, Schneuwly (alle gesperrt), Neumayr, Peralta (beide verletzt), Almeida und Mehidic (beide nicht im Aufgebot). – 48. Gomes verletzt ausgeschieden. 67. Peyretti verletzt ausgeschieden. – Verwarnungen: 24. Obexer (Unsportlichkeit), 83. Serey Die, 86. Doudin (beide Foulspiel). – Platzverweis: 52. Nuzzolo (Unsportlichkeit, Spucken gegen den Schiedsrichter).

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