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Der FC Aarau verliert einen interessanten Pokal-Fight gegen den Super-League-Dritten FC Sion nach einem Treffer in der Nachspielzeit mit 1:2.

Es lief bereits die 93. Minute, als Sion nach einem geblockten Schuss von Pajtim Kasami über den rechten Flügel nachlegte. Von aussen flankte der «Joker» Jared Khasa auf den ebenfalls erst zuvor eingewechselten Goalgetter Seydou Doumbia, der das Leder mit dem Kopf freistehend im Gehäuse von Aarau-Keeper Nicholas Ammeter versenkte. Vier Minuten zuvor war der Sittener Neuzugang – einst als dreimaliger Super-League-Torschützenkönig für Basel und YB gefeiert – noch gescheitert, indem er einen Heber alleine vor Ammeter deutlich übers Tor setzte. Am Ende qualifizierten sich die oberklassigen Walliser für das Achtelfinale im Helvetia Schweizer Cup, weil sie ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt zu nutzen vermochten.

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Gezim Pepsi kann sich behaupten

Die Aarauer waren ohne Respekt vor dem grossen Namen in die Partie gestartet und kamen dank spielerischen Vorteilen bald zur ersten (doppelten) Chance durch Marco Thaler und Markus Neumayr (6.); später traf Giuseppe Leo nach einem Neumayr-Freistoss per Kopfstoss zur vermeintlichen Führung, doch der Linienrichter hatte zuvor schon eine Abseitsstellung des Verteidigers erkannt (14.). Umso erstaunlicher, dass die Sittener – zuvor einzig durch einen schwachen Freistoss von Anto Grgic (13.) aufgefallen – in der Mitte der ersten Hälfte in Führung gingen, als Bastien Toma nach einer Kopfballablage von Quentin Marceiras wuchtig in die Maschen traf (22.). Und Sion versuchte nachzulegen, wobei ein Abschluss von Ermir Lenjani nur knapp am entfernten Pfosten vorbeistrich (24.).

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Donat Rrudhani

Ansonsten gelang es den Schützlingen von Sitten-Cheftrainer Stéphane Henchoz nur selten, den Aarauer Abwehrverbund in Bedrängnis zu bringen; stattdessen versuchten die Gastgeber ihrerseits mutig nach vorne zu spielen. In der 27. Minute sah Leo seinen neuerlichen Kopfball noch von Gäste-Goalie Kevin Fickentscher entschärft, aber vier Zeigerumdrehungen später gab es nichts mehr zu halten, als Neumayr nach einem tollen Spielzug über Patrick Rossini und Petar Misic zum verdienten Ausgleich in die rechte Ecke traf. Kurz vor der Halbzeitpause kam Rossini sogar in die Nähe der Führung, als er am linken Pfosten erst in extremis am Abschluss gehindert wurde.

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Elsad Zverotic im Duell mit Pajtim Kasami

Nach dem Pausentee wurden die Walliser aktiver, aber nicht zwingender. Die Rahmen-Elf vermochte alle Angriffsversuche vom eigenen Kasten fernzuhalten, aber auch die heimischen Offensivaktionen blieben harmlos: Neumayr (56.), Misic (75.) und Elsad Zverotic (79.) schossen allesamt am Kasten vorbei, während Sion-Torhüter Fickentscher bei den Abschlüssen von Misic (64.) und Donat Rrudhani (81.) sicher zugriff. Erst in den Schlussminuten wurden die Cup-Spezialisten aus dem Wallis gefährlicher: Zuerst flog ein Fernschuss von Grgic noch knapp über die Latte (81.), bevor Doumbia im zweiten Anlauf eiskalt zuschlug und somit bei seinem Debüt für die Sittener zum grossen Matchwinner im sonnigen Brügglifeld avancierte.

FC Aarau - FC Sion 1:2 (1:1)

Brügglifeld. – 4’023 Zuschauer. – SR: Klossner. – Tore: 21. Toma 0:1. 31. Neumayr (Misic) 1:1. 93. Doumbia 1:2.

Aarau: Ammeter; Giger, Leo, Thaler, Thiesson; Pepsi, Zverotic; Alounga (46. Rrudhani), Neumayr, Misic (77. Spadanuda); Rossini (77. Maierhofer).

Sion: Fickentscher; Maceiras, Kouassi, Ndoye, Abdellaoui; Behrami (86. Zock), Toma; Kasami, Grgic, Lenjani (67. Khasa); Uldrikis (72. Doumbia).

Bemerkungen: Aarau ohne Balaj, Corradi, Jäckle, Peralta, Schneuwly (alle verletzt), Serey Dié (nicht qualifiziert), Hübel und Lujic (beide nicht im Aufgebot). Sion ohne Adao, Andersson, Facchinetti, Luan, Raphael (alle verletzt), Bamert, Barrenechea, Itaitinga, Mitryushkin und Morgado (alle nicht im Aufgebot). – 14. Treffer von Leo wegen Offside annulliert. – Verwarnung: 57. Pepsi, 71. Neumayr, 74. Behrami (alle Foulspiel).

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