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Der FC Aarau muss sich zu Hause gegen den FC Wil trotz eines Traumtores von Ridge Mobulu mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben.

In der 77. Minute fasste sich der Kongolese Mobulu ein Herz und hämmerte den Ball aus zwanzig Metern zum Ausgleich in die Maschen. Es war der Startschuss zu einer attraktiven Aarauer Schlussoffensive, angeführt von einem entfesselten Torschützen. So setzte Mobulu nur zwei Minuten nach dem Jubel einen weiteren Abschluss an den linken Pfosten, ehe er nach Zuspiel von Luca Radice mit seiner letzten Chance an Wil-Keeper Patrick Drewes (91.) scheiterte. Zuvor waren schon Carlinhos (85., Abseitsposition) und Kim Jaggy (90.) mit einer Volleyabnahme nach einem Eckball gescheitert.

Defensive Taktik der Gastgeber

Dieser Eindruck durfte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bordoli-Elf in der vorherigen Spieldauer viel Mühe mit der eigenen Defensivtaktik bekundete. Weil es auch Wil gemächlich angehen liess, mussten sich die Zuschauer in der Sonne bis zur Mitte der ersten Halbzeit gedulden, um die ersten Torchancen zu sehen. In der 22. Minute versuchte es Erhan Yilmaz aus grosser Distanz – knapp am linken Winkel vorbei. Dann konnte sich Aarau-Goalie Steven Deana beim Abschluss von Samir Fazli auszeichnen (27.). Noch stärker war seine Intervention kurz vor dem Pausenpfiff, als Deana einen tückischen Schuss von Yilmaz aus dem Winkel fischte. Bei den Aarauern blieb vieles Stückwerk in der Offensive, sodass sich auch keine nennenswerten Abschlusschancen notieren liessen.

Individuelle Glanzleistung

Daran änderte sich nach dem Seitenwechsel vorerst nichts. Vielmehr wurde der FCA nun auch in der Defensive passiver, was die Ostschweizer in der 62. Minute zur Führung nutzten, als Yilmaz ungestört durch die gegnerischen Reihen laufen konnte und aus zwanzig Metern präzise vollendete. In der Folge stand Wil sogar einem zweiten Torerfolg eher näher, während Aarau nur einen Verzweiflungsschuss von Michaël Perrier zu bieten hatte (70.). Die Szenerie änderte sich erst mit der Einwechslung von Ridge Mobulu, sodass der FCA einmal mehr einen Punktgewinn vor eigenem Publikum dank einer individuellen Glanzleistung bejubelte.

Zwei Testspiele geplant

Der FC Aarau nutzt die laufende Länderspielpause zu zwei Testspielen gegen die Schweizer U20-Nationalmannschaft (Mittwoch, 16.30 Uhr, in Schöftland) und gegen den FC Thun (Freitag, 13.45 Uhr, Thun). In der Meisterschaft geht es am übernächsten Sonntag (15.00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel gegen den FC Winterthur auf der Schützenwiese weiter.

FC Aarau - FC Wil 1:1 (0:0)

Brügglifeld, Aarau. – 3’513 Zuschauer. – SR: Musa. – Tore: 62. Yilmaz 0:1. 77. Mobulu 1:1.

Aarau: Deana; Martignoni, Jäckle, Thaler, Jaggy; Burki, Lüscher (72. Mobulu); Radice, Carlinhos, Romano (65. Perrier); Sliskovic (59. Spielmann).

Wil: Drewes; Cökmüs, Ramos, Korkmaz, Schäppi; Sahin, Stillhart; Audino, Yilmaz (81. Taipi), Lombardi (74. Qerfozi); Fazli (57. Nobre).

Bemerkungen: Aarau ohne Garat (verletzt), Acosta und Nganga (beide krank). Wil ohne Maroufi (gesperrt), Berisa, Santos, Söylemezgiller (alle verletzt), Gonçalves, Koller, Latifi, Sacirovic und Scholz (alle nicht im Aufgebot). – 79. Pfostentreffer durch Mobulu. – Verwarnungen: 10. Fazli, 20. Sahin, 68. Stillhart (alle Foulspiel), 80. Perrier (Foulspiel, im nächsten Spiel gesperrt), 93. Nobre (Foulspiel).

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