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Der FC Aarau setzt ein eindrückliches Lebenszeichen nach schwierigen Wochen ohne Erfolgserlebnis mit dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer aus Zürich.

Aus einer kämpferischen, solidarischen Einheit stachen zwei Akteure in den heimischen Reihen heraus: Geoffrey Tréand stand am Anfang des ersten Aarauer Vollerfolgs seit dem 6. März 2017 (3:0 in Wil), indem er seine Farben schon in der zweiten Spieminute in Front schoss. Nach einer Hereingabe von Denis Markaj versuchte es der offensive Franzose mit einem Direktschuss von der Strafraumgrenze und traf via Körper von FCZ-Mittelfeldspieler Gilles Yapi unhaltbar zur Führung. In der 18. Minute veredelte Tréand einen schönen Angriff über Alessandro Ciarrocchi und Ivan Audino mittels Kopfball zum 2:0. Noch vor dem Ablauf einer halben Stunde vergab Igor Nganga eine mögliche Entscheidung, als er nach einer Freistossflanke plötzlich frei vor Andris Vanins stand, jedoch am lettischen Schlussmann scheiterte (28.).

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Geoffrey Tréand war an allen FCA-Toren beteiligt

Dass die Zürcher schliesslich erst zum zweiten Mal in dieser Meisterschaft als Verlierer vom Platz gingen, war auch einem überragenden Rückhalt auf heimischer Seite geschuldet. So vermochte sich Keeper Lorenzo Bucchi bereits früh bei den Distanzschüssen von Yapi (11.) und Raphael Dwamena (18.) auszuzeichnen, ehe er einen Freistoss von Roberto Rodriguez (36.) spektakulär zu Nichte machte. Dazwischen hatte der FCA auch endlich einmal das nötige Spielglück auf seiner Seite, als Dwamena aus wenigen Metern freistehend über den Kasten köpfte (29.). Auch sündigten die Gäste in Person von Moussa Koné (50./65.) nach der Pause im Abschluss, während Patrick Rossini seinen Flugkopfball nach gefühlvoller Vorarbeit von Audino haarscharf am Pfosten vorbeifliegen sah (61.).

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Kollektiver Jubel nach dem Torerfolg von Damir Mehidic zum Endstand von 3:1

Zwar kam der optisch überlegene Aufstiegsfavorit in der Mitte der zweiten Halbzeit durch einen Kopfstoss von Alain Nef (68.) zum Anschlusstreffer, doch die abgeklärte Abwehrleistung der Aarauer mit hoher Konzentration und Leidenschaft liess nichts mehr anbrennen; auch weil Bucchi sich beim satten Abschluss von Antonio Marchesano (77.) erneut von seiner besten Seite zeigte, nachdem Dwamena wieder am eigenen Unvermögen beim Kopfball gescheitert war (75.). Die Schällibaum-Elf wollte die endgültige Entscheidung mit dem frenetischen Publikum im Rücken erzwingen, scheiterte aber mehrfach knapp. In der 82. Minute folgte die Erlösung durch einen herausragenden Konter mit mehreren Doppelpässen zwischen Tréand und dem eingewechselten Damir Mehidic, der das Leder schliesslich an Vanins vorbei zum Endstand in den Maschen versenkte.

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Als «FCA-Spieler des Spiels» wurde Torhüter Lorenzo Bucchi geehrt. Er erhielt eine Mikrowelle von der Firma Rotel AG aus Schönenwerd, die das Patronat für diese Aktion besitzt.

FC Aarau - FC Zürich 3:1 (2:0)

Brügglifeld. – 4’850 Zuschauer. – SR: Klossner. – Tore: 2. Tréand (Markaj) 1:0. 18. Tréand (Audino) 2:0. 68. Nef 2:1. 82. Mehidic (Tréand) 3:1.

Aarau: Bucchi; Thrier, Nganga, Garat, Markaj; Tréand (85. Giger), Jäckle, Burki (64. Perrier), Audino (68. Mehidic); Ciarrocchi, Rossini.

Zürich: Vanins; Brunner (66. Buff), Nef, Kecojevic, Stettler; Winter, Rüegg (77. Cavusevic), Yapi (46. Marchesano), Rodriguez; Koné, Dwamena.

Bemerkungen: Aarau ohne Besle (krank), Josipovic, Peralta, Thaler, Wüthrich (alle verletzt), Corradi und Hunn (beide nicht im Aufgebot). Zürich ohne Alesevic, Chiumiento, Kempter, Kleiber, Kryeziu, Kukeli, Sarr (alle verletzt), Aliu, Baumann und Muheim (alle nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 27. Nef (Foulspiel), 48. Brunner (Unsportlichkeit), 73. Rodriguez (Reklamieren), 74. Perrier (Foulspiel).

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