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Der FC Aarau muss sich in einem torreichen Vergleich mit dem Spitzenreiter FC Zürich trotz Toren von Patrick Rossini (2) und Sandro Burki mit 3:6 geschlagen geben.

Zum ersten Mal seit sechseinhalb Jahren fallen neun Treffer in einem Ligaspiel mit Aarauer Beteiligung. Am 7. Februar 2010 siegte der FC Aarau zu Hause gegen die AC Bellinzona mit 6:3. Dieses Ergebnis stand auch beim heutigen Auftritt im Stadion Letzigrund auf der Anzeigetafel – ebenfalls für das Heimteam, den FC Zürich. Der Leader ging schon in der dritten Minute in Führung: Nach einem Distanzschuss von Antonio Marchesano musste Adrian Winter aus kurzer Distanz nur noch abstauben. Überhaupt war der FCZ in der Startphase klar überlegen, aber Koné (9.) und Stettler (22.) liessen weitere Chancen liegen.

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Alessandro Ciarrocchi und Nicolas Stettler

Der Aarauer Ausgleich fiel aus dem Nichts: Nach einem harten Ellbogeneinsatz von Alain Nef gegen «Rückkehrer» Stéphane Besle traf Patrick Rossini vom Penaltypunkt zum 1:1 (27.), was die Schützlinge von Cheftrainer Marco Schällibaum besser ins Spiel kommen liess. Umso ärgerlicher, dass die Stadtzürcher – begünstigt durch Unachtsamkeiten in der Aarauer Defensive – knapp zehn Minuten später durch Marco Schönbächler erneut zur Führung kamen. Aber Aarau liess sich nicht abschütteln: Noch vor dem Pausentee glich Captain Sandro Burki mittels Kopfball aus, indem er Goalie Andrins Vanins am zweiten Pfosten auf Vorlage von Ivan Audino bezwingen konnte.

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Sandro Burki jubelt über seinen Treffer zum 2:2-Ausgleich

Allerdings waren die Aarauer auch in der zweiten Halbzeit zu Beginn nicht bereit – vom FCZ eiskalt mit einem Doppelpack bestraft. Zuerst war Marchesano nach einem Foulspiel an Nef aus elf Metern erfolgreich (48.), wenig später köpfte Sangoné Sarr freistehend in die Maschen (51.). Ausserdem musste sich Torhüter Lorenzo Bucchi bei einem weiteren Abschluss von Marchesano mit einer Flugeinlage auszeichnen (54.). Auf der Gegenseite sah sich Schlussmann Vanins nach einem flachen Abschluss von Ciarrocchi zu einem Abpraller gezwungen, was der ehemalige Zürcher Angreifer Rossini aus kurzer Distanz nutzte, um gegen den Leader nochmals zu verkürzen.

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Patrick Rossini traf doppelt gegen seinen Ex-Verein

Dennoch gelang es dem FCA in der Folge nur noch selten, sich in der Offensive durchzusetzen – nur Ciarrocchi (65.) und der eingewechselte Geoffrey Tréand (93.) kamen noch zu weiteren Möglichkeiten. Insgesamt waren die Einheimischen jedoch zu spielstark, um ernsthaft in Bedrängnis geraten zu können: Zwar vermochten Marchesano (60.), Cédric Brunner (65.) und Adrian Winter (71.) noch nicht für die Entscheidung zu sorgen, doch ein später Doppelpack von Sturmspitze Moussa Koné (80./82.) fixierte schliesslich einen torreichen Vollerfolg für die Zürcher, welche sich während 90 Minuten so oft bezwingen lassen musste, wie zuvor in sieben Heimspielen zusammen.

FC Zürich – FC Aarau 6:3 (2:2)

Letzigrund. – 9’089 Zuschauer. – SR: Bieri. – Tore: 3. Winter 1:0. 27. Rossini (Foulpenalty) 1:1. 36. Schönbächler 2:1. 44. Burki (Audino) 2:2. 48. Marchesano (Foulpenalty) 3:2. 51. Sarr 4:2. 58. Rossini (Ciarrocchi) 4:3. 80. Koné 5:3. 82. Koné 6:3.

Zürich: Vanins; Brunner, Kecojevic, Nef, Stettler; Sarr, Kukeli; Winter, Marchesano (79. Buff), Schönbächler (69. Rodriguez); Koné (83. Cavusevic).

Aarau: Bucchi; Thrier, Besle, Thaler, Markaj; Wüthrich (67. Tréand), Burki, Jäckle, Audino (74. Josipovic); Ciarrocchi, Rossini.

Bemerkungen: Zürich ohne Bangura, Brecher, Sadiku, Voser, Yapi (alle verletzt), Alesevic (krank), Baumann und Kleiber (beide U21). Aarau ohne Fekete, Peralta, Romano (alle verletzt), Hammerich und Hunn (beide U21). – Verwarnungen: 27. Nef (Foulspiel), 33. Kukeli (Reklamieren), 64. Kecojevic, 72. Burki (beide Foulspiel).

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