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Der FC Aarau feiert einen spektakulären 4:2-Erfolg im Auswärtsspiel gegen Neuchâtel Xamax dank Treffern von Aratore, Stojilkovic, Balaj und Spadanuda.

Die Gäste starteten auch ohne die beiden Stammkräfte Olivier Jäckle (gesperrt) und Jérôme Thiesson (verletzt) erfolgreich ins Spiel auf der Maladière. Erst 75 Sekunden waren gespielt, als Filip Stojilkovic nach einer starken Einzelaktion aus halblinker Position am zweiten Pfosten vorbeischoss. Nach acht Minuten durfte der Aarauer Führungstreffer bejubelt werden: Aus etwa 25 Metern zirkelte Marco Aratore einen zentralen Freistoss mit Gefühl über die gegnerische Mauer ins Netz, gleichbedeutend mit seinem ersten FCA-Torjubel seit dem 17. September 2011, als er im Cupspiel gegen Amicitia Riehen (8:0) erfolgreich war. Auf der anderen Seite kam auch Xamax – inzwischen seit fünf Challenge-League-Spielen ohne Punktgewinn – rasch zu einer gefährlichen Standardsituation, doch der Abschluss von Louis Mafouta mit der Brechstange blieb in der Mauer hängen (11.).

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Marco Aratore wird vor dem 1:0 durch Migjen Basha gefoult

Insgesamt waren die Hausherren in dieser Phase überlegen, doch Maxime Dominguez (13.) und Mafouta (22.) wussten die aussichtsreichen Chancen nicht zu nutzen. Ebenso liess sich Goalie Simon Enzler auch durch einen Flachschuss Mafoutas nicht bezwingen (17.), sodass eine erste Xamax-Druckphase aus Aarauer Sicht mit solidarischer Defensivarbeit schadlos überstanden wurde. Mehr noch: In der 28. Minute fand sich Stojilkovic nach dem idealen Zuspiel von Petar Misic plötzlich frei vor Torhüter Laurent Walthert wieder, traf jedoch nur ins Aussennetz, nachdem der Xamax-Keeper bereits geschlagen schien. Besser machte es der Aarauer Mittelstürmer nur drei Minuten später, als er nach einem starken Antritt von Misic eiskalt im gegnerischen Strafraum zum 2:0 vollstreckte.

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Filip Stojilkovic bejubelt seinen Treffer auf der Maladière

Allerdings änderte die Aarauer Effizienz nichts daran, dass der eigene Torhüter immer stärker ins Zentrum des Geschehens rückte: Einmal klärte Enzler einen Aufsetzer von Migjen Basha aufmerksam zur Seite (34.), später liess er sich im Eins-gegen-Eins-Duell von Mafouta nicht bezwingen (43.). Kurz vor dem Seitenwechsel lag das Leder aber dennoch im Netz, weil Igor Djuric nach einer Freistossflanke von Raphaël Nuzzolo mittels Kopfball erfolgreich war. An dieser Spielrichtung änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts, doch Aarau begeisterte unbeirrt von den personellen Ausfällen in den letzten Wochen mit einem überfallartigen Konterspiel: Einmal mehr war Misic nicht zu halten, ehe Liridon Balaj nach einem mit grossartiger Übersicht versehenen Zuspiel in den Rücken der heimischen Abwehr überlegt in die linke Ecke vollendete (55.).

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Liridon Balaj im Duell mit Maxime Dominguez

Aber Xamax vermochte umgehend wieder zu verkürzen, als eine Hereingabe von Juan Manuel Parapar am ersten Pfosten durch Mafouta über die Linie gelenkt wurde (57.). In der Folge musste Aarau auch eine grössere Portion Glück in Anspruch nehmen, als Dominguez (60.) und Djuric (61.) gleichermassen ihre Topchancen ungenutzt verstreichen liessen. Auch strittige Entscheidungen im Strafraum wurden fortan zugunsten der Gäste ausgelegt, sodass die knappe Aarauer Führung in einer hektischen Phase dieses unterhaltsamen Kräftemessens dank viel Einsatz und Willenskraft weiterhin Bestand hatte. In der 77. Minute sorgte der FCA mit einem weiteren Konterangriff nicht nur für die Beruhigung der eigenen Nerven, sondern auch für die endgültige Entscheidung: Nach einem starken Ballgewinn durch Silvan Schwegler – in seinem erst zweiten Einsatz – und einem öffnenden Pass von Donat Rrudhani traf der eben erst eingewechselte Kevin Spadanuda alleine vor Keeper Walthert zum 4:2-Endstand aus Aarauer Sicht in die Maschen.

Neuchâtel Xamax FCS - FC Aarau 2:4 (1:2)

Maladière. – 5 Zuschauer. – SR: Schärli. – Tore: 8. Aratore 0:1. 31. Stojilkovic (Misic) 0:2. 45. Djuric 1:2. 55. Balaj (Misic) 1:3. 57. Mafouta 2:3. 77. Spadanuda (Rrudhani) 2:4.

Xamax: Walthert; Mveng (85. Surdez), Djuric, Gomes, Kempter; Basha; Dominguez (85. Mbock), Morina (46. Ouattara); Parapar (61. Teixeira), Mafouta, Nuzzolo.

Aarau: Enzler; Giger, Zverotic, Bergsma, Lujic (58. Caserta); Hammerich, Rrudhani (89. Hasani); Aratore (73. Schwegler), Misic (73. Spadanuda), Balaj (89. Lüscher-Boakye); Stojilkovic.

Bemerkungen: Xamax ohne Corbaz, Dugourd, Farine, Frick, Pasche (alle verletzt), Epitaux, Hummel, Rodriguez, Roth, Saiz und Tia (alle nicht im Aufgebot). Aarau ohne Jäckle (gesperrt), Gashi, Schindelholz (beide krank), Hajdari, Peralta, Qollaku, Thaler, Thiesson, Verboom (alle verletzt) und von Arx (nicht im Aufgebot). – Erstes Pflichtspiel für Binjamin Hasani im FCA-Trikot. – Verwarnungen: 7. Basha, 23. Gomes, 32. Aratore, 41. Morina, 46. Zverotic (alle Foulspiel).

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