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An der 16. Generalversammlung der FC Aarau AG wurden Philipp Bonorand und Kurt Sandmeier einstimmig in den Verwaltungsrat gewählt. Urs Bachmann wurde verabschiedet.

Um 19.02 Uhr wurde die diesjährige Generalversammlung der FC Aarau AG eröffnet. 166 Aktionäre, Spieler, Staffmitglieder und Gäste fanden sich dazu im Gasthof «Zum Schützen» in Aarau ein. Unter den Gästen waren auch Vertreter unserer Hauptsponsoren KIA und NAB auszumachen, sowie von der «Stadionbauerin» HRS Real Estate AG. Das Stadion war denn auch einmal mehr Thema in der heiteren präsidialen Ansprache. Alfred Schmid unterliess es aber nicht, im ebenso ernsten Ton zu unterstreichen, dass der Bau der neuen Heimstätte immer dringender nötig wird. Natürlich wagte der Präsident auch einen Blick in die Zukunft: «Nach der grossen Enttäuschung über den verpassten Aufstieg blicken wir jetzt vorwärts», sagte Schmid. Gerade die Barrage-Spiele hätten gezeigt, dass der FCA Potential und «ein neues Stadion verdient hat.» Bald wird in Aarau über die BNO abgestimmt und ebenfalls muss der städtische Kredit von 17 Millionen Franken noch einmal vors Volk.

Gesunde Finanzen

Der sportliche Gang und der finanzielle Effort der vergangenen Saison sind im Geschäftsbericht 2018 aus dem Grund schwer erkennbar, weil das Berichtsjahr auf das Ende des Kalenderjahres fällt. Per 31. Dezember 2018 lief es sportlich vorerst nur mässig: «Der tiefe Schnitt von 2600 Zuschauern pro Heimspiel widerspiegelt dies besonders», sagte der für die Finanzen zuständige Verwaltungsrat Ruedi Vogt. Zu unterst ist dennoch ein Jahresgewinn von 25’327 Franken ausgewiesen, bei einem Umsatz von 5,6 Millionen Franken. Mit dem Übertrag aus dem Vorjahr ergibt dies einen Bilanzgewinn von 170’041 Franken, der auf die kommende Rechnung übertragen wird. Die Rückstellungen konnten um 385’000 Franken auf 935’000 Franken erhöht werden. «Diese dienen erwarteten Sondermassnahmen bei einem Wiederaufstieg, anteilmässige Sanierungskosten im Brügglifeld, sowie Vorlaufkosten zum Stadionprojekt Torfeld Süd», erklärte Ruedi Vogt. Die Liquidität stieg derweil um 442’000 Franken auf 2,64 Millionen Franken und das Aktienkapital ist zu 110 Prozent gedeckt.

Dies seien hohe und ebenso erfreuliche Werte, sagte Ruedi Vogt und ergänzte: «Dank der breiten Abstützung und der tollen Unterstützungen von Sponsoren und Fans ist ein solches Resultat erst möglich. Auch die schöne Eigenkapitalbasis verdanken wir Ihrer grossen Treue». Zum sechsten Mal in Folge werden somit beim FC Aarau schwarze Zahlen geschrieben.

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Tagespräsident Michael Hunziker führte mit Wortwitz durch die Wahlen - und bevorzugte eine hitzebedingte Tenue-Erleichterung. (Bilder: Sarah Rölli)

Wahlen und Verabschiedungen

Besonderen Raum erhielten in diesem Jahr die Veränderungen im Verwaltungsrat, die immer dem Ziel einer geordneten Übergabe folgen. Nach 12 Jahren im Amt, zog sich Urs Bachmann aus dem Gremium zurück. Der einst als Sportchef und Präsident des Teams Aargau tätige Suhrer, zeichnete zuletzt als Chef Infrastruktur verantwortlich. Eine Tätigkeit, die er operativ weiterhin ausüben wird, um seinen Nachfolger im Verwaltungsrat, Kurt Sandmeier aus Oberentfelden, zu unterstützen. Ruedi Vogt richtete das Wort an seinen nun ehemaligen Ratskollegen und sagte: «Du bist als junger Mann in den Verwaltungsrat getreten und eine deiner ersten Erfolge war die Erstellung des VIP-Zelts». Vogt liess die vielen weiteren Episoden noch einmal Revue passieren, ehe Urs Bachmann mit Blumenstrauss und Präsent verabschiedet wurde.

In das Gremium wiedergewählt wurden hingegen Karl Oldani, Ruedi Vogt und Peter Zubler als Mitglieder des Verwaltungsrates, sowie Präsident Alfred Schmid und Vizepräsident Roger Geissberger. Die beiden Letztgenannten unterstützen ebenfalls einen Nachfolger, nämlich den 2020 als Präsidentschaftskandidat antretenden Philipp Bonorand aus Aarau. Dieser wurde – wie der eingangs erwähnte Kurt Sandmeier – mit grossem Applaus in den Verwaltungsrat gewählt. «Gibt es Gegenapplaus?», scherzte Tagespräsident Michael Hunziker beim Wahlprozedere, um anschliessend keinen Mucks zu hören. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dem designierten Präsidenten möge in einem Jahr erneut Einstimmigkeit erwarten.

Der Verwaltungsrat besteht damit neu aus sieben Mitgliedern. Im Bild zu oberst auf dieser Seite zu erkennen sind: (v.l.) Peter Zubler, Kurt Sandmeier, Ruedi Vogt, Alfred Schmid (Präsident), Roger Geissberger (Co-Vize-Präsident), Philipp Bonorand (Co-Vize-Präsident) und Karl Oldani.

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Nach 12 Jahren verabschiedet sich Urs Bachmann aus dem Verwaltungsrat; er erhielt unter anderem Blumen aus den Händen von Geschäftsstelle-Mitarbeiterin Mariluz Souto.

Bei allen Abstimmungen und nun auch bei den Wahlen, herrschte unter den Aktionären also Einigkeit – auch das darf als Resultat einer nachhaltigen Clubpolitik gewertet werden. Mit den Wortmeldungen zum Schluss, wurden dennoch kritische Punkte angesprochen: Ein Votant sagte, er hätte auch als Besitzer einer Stehplatz-Saisonkarte gerne von einem Vorkaufsrecht für das Barragespiel profitiert. Geschäftsführer Robert Kamer entgegnete, dies sei wegen der kurzen Vorlaufszeit leider nicht möglich gewesen. Bei einer weiteren Wortmeldung wurde die Wiedereinführung der Barrage gelobt.

Mit einem feinen Apéro, gestiftet von Philipp Bonorand, wurde die 16. Generalversammlung der FC Aarau AG nach exakt einer Stunde beendet und es bot sich die Gelegenheit alte und neue Freundschaften zu pflegen.

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