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Der FC Aarau enttäuscht beim ersten Pflichtspiel nach knapp vier Monaten und muss sich beim Grasshopper Club Zürich mit 0:5 geschlagen geben.

Die Grasshoppers gingen nach einem zaghaften Eingreifen der Aarauer Abwehr in der zehnten Minute in Führung, als Giotto Morandi – nach der Hereingabe von Nassim Ben Khalifa – per Volleyabnahme unbedrängt einschoss. Auf der anderen Seite scheiterte Petar Misic nach einem Zuspiel von Miguel Peralta aus der Drehung nur knapp (12.). Es waren zwei wegweisende Momente, denn die Einheimischen wussten ihre spielerischen Vorteile in der Folge immer mehr auszuspielen, während sich Aarau häufig zu weit von den Gegenspielern entfernt befand. Daher durften sich die Aarauer glücklich schätzen, dass Petar Pusic (16.) und Nikola Gjorgjev (18./21.) ihre aussichtsreichen Chancen gleichermassen nicht zu nutzen vermochten.

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Stevan Lujic gegen Petar Pusic

In der 25. Minute war FCA-Goalie Nicholas Ammeter gefordert, indem er sich im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Pusic behaupten konnte. Allerdings musste der Schlussmann in der Folge auch viel Glück in Anspruch nehmen, als Aleksandar Cvetkovic (26.) per Kopfball bzw. Pusic (30.) mit einem Distanzschuss jeweils am rechten Pfosten scheiterten. Dennoch schien es nun eine Frage der Zeit, bis die Zielstrebigkeit der Hoppers zu weiteren Treffern führen würde: Und so war es der Ex-Aarauer Gjorgjev, welcher sich in der 32. Minute nach einem Abschluss alleine vor Ammeter als Torschütze feiern lassen durfte. Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Pusic nach einem gelungenen Spielzug mit einem gefühlvollen Schlenzer in den Winkel auf 3:0 (43.).

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Jérôme Thiesson muss sich gegen Nikola Gjorgjev strecken

In der Halbzeitpause nahm Aarau-Chefcoach Patrick Rahmen gleich drei Auswechslungen vor, verbunden mit der Rückkehr zum 4-4-2-System, nachdem sich die Dreierabwehr im ersten Umgang als sehr anfällig erwiesen hatte. Dennoch gelang es nicht, weitere Gegentreffer zu verhindern: In der 57. Minute krönte sich Gjorgjev nach optimaler Vorarbeit von Pusic zum Doppeltorschützen – wenig später war Ben Khalifa auch von drei Aarauern nicht zu stoppen, um von linksaussen für den diskussionslosen Endstand besorgt zu sein (62.). Zwar kam auch der FCA zu einzelnen Chancen, aber Markus Neumayr (50.) und Misic (58.) konnten aus der Ferne nicht reüssieren.

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Marco Schneuwly kam nach dem Seitenwechsel zum Einsatz

In der Folge liess es GC etwas gemächlicher angehen, sodass sich der Druck auf die Hintermannschaft der Aarauer spürbar reduzierte. Viele Chancen waren in der Schlussphase dieses Geisterspiels nicht mehr auszumachen – so verfehlten Djibril Diani (85.) und Zé Turbo (90.) ihr Ziel jeweils deutlich, während ein seitlicher Abschluss von Marco Schneuwly durch den nur selten geprüften GC-Schlussmann Mirko Salvi pariert wurde (87.). Der FC Aarau musste im ersten Ernstkampf nach exakt 117 Tagen somit eine empfindliche Niederlage hinnehmen, kann sich jedoch bereits am Dienstagabend (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Wil für den Fehlstart rehabilitieren.

GC Zürich - FC Aarau 5:0 (3:0)

Letzigrund. – 100 Zuschauer. – SR: Tschudi. – Tore: 10. Morandi 1:0. 32. Gjorgjev 2:0. 43. Pusic 3:0. 57. Gjorgjev 4:0. 62. Ben Khalifa 5:0.

GC: Salvi; Arigoni (88. Dickenmann), Salatic, Cvetkovic, Wittwer; Scheidegger (81. Mesonero), Diani; Gjorgjev, Morandi (70. Chagas), Pusic (81. Fehr); Ben Khalifa (81. Zé Turbo).

Aarau: Ammeter; Thiesson, Affolter, Lujic (46. Leo); Zverotic; Peralta, Hammerich (46. Schneuwly), Rrudhani (81. Giger), Mehidic (46. Balaj); Neumayr, Misic (74. Alounga).

Bemerkungen: GC ohne Cabral, Gölzer und Subotic (alle verletzt). Aarau ohne Jäckle (gesperrt), Corradi, Gashi, Schindelholz, Spadanuda, Thaler (alle verletzt) und von Arx (nicht im Aufgebot). – 26. Kopfball von Cvetkovic an den Pfosten. 30. Pfostenschuss Pusic. – Verwarnungen: 42. Wittwer, 78. Neumayr (beide Foulspiel).

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