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An einer gemeinsamen Medienkonferenz haben das Bauunternehmen HRS Real Estate AG, die Stadion AG, die Stadt Aarau und der FC Aarau über den aktuellen Stand bei der Stadionplanung informiert.

Das bewilligte Stadionprojekt Torfeld Süd kostet 20 Millionen mehr. Diese Schreckensmeldung stand am Anfang der Medienkonferenz. Aber: Es wurden auch Lösungen präsentiert.

Aaraus Stadtrat Lukas Pfisterer machte keinen Hehl daraus, dass die Realisierung des bewilligten Bauprojekts in dieser Form schwierig ist. Deshalb hat man entschieden, ein neues Projekt anzugehen: Erstens soll ein Nachtrag zur bestehenden Baubewilligung ermöglichen, das Stadion ohne Mantelnutzung zu bauen. Dieses Projekt wird dadurch klar günstiger. Andererseits wird ein neues Bauprojekt aufgegleist, bei welchem auf den jüngst durch die HRS Real Estate AG erworbenen Baufeldern drei Hochhäuser entstehen sollen. Neben der bisher gesicherten Finanzierung soll dieser  „Plan B“ das Stadion um den fehlenden Betrag „quersubventionieren“.

Um diesen Plan durchzusetzen sind jedoch zwei Hürden zu bewältigen: Der Bau der Hochhäuser bedingt eine Änderung der Bau- und Nutzungsordnung, weil Bauten mit einer Höhe von über 40 Metern im Torfeld Süd nicht vorgesehen wird. Die Hochhäuser sollen 75 Meter hoch werden. Erst nachher läuft das Baubewilligungsverfahren für die Hochhäuser an. Parallel steht das Baubewilligungsverfahren für das veränderte Stadionprojekt ohne Mantelnutzung an.

Gleichzeitig will man das bewilligte Bauprojekt nicht fallen lassen: „Die HRS Real Estate hat zugesichert, dass sie mit dem Bau des Stadions vor dem 18. Mai 2018 beginnen wird. Bis dann ist die Baubewilligung gültig. Das kann in Form von Abbrucharbeiten passieren, oder mit dem Aushub“, sagte Lukas Pfisterer. In anderen Worten: Der FC Aarau verfügt weiterhin über ein bewilligtes Stadionprojekt. Solange das der Fall ist, wäre weiterhin ein Aufstieg im Brügglifeld möglich. Nach einem allfälligen Aufstieg müsste der FC Aarau jedoch innerhalb von 5 Jahren ein neues Stadion beziehen.

Die Zuversicht bei fast allen Beteiligten ist gross. In den Wortmeldungen von Beat Blattner (Präsident Stadion AG), Jan Hlaviza, (Stadtbaumeister Aarau), Lukas Pfisterer (Stadrat Aarau) und Martin Kull (CEO HRS Real Estate AG) wurde unter anderem wiederholt, dass die Zweigleisigkeit keine Verzögerung darstelle. Obwohl der dadurch neue Gestaltungsplanung, die Änderung der BNO und das Baubewilligungsverfahren Beschwerdeberechtigt sind, erwarte man keine unabwendbare Einwendungen und der Bezug des Stadions könnte wie zuletzt geplant 2021 erfolgen. Lukas Pfisterer räumt aber auch ein: „Es ist ein sportlicher Plan“.

Dem bis dahin Gesagten, hielt FC Aarau-Präsident Alfred Schmid jedoch entgegen: „Würde der Fall eintreten, dass sich die neuen Bewilligungsverfahren verzögern und die Bauherrin zum Beispiel auf einen Baustart des „alten“ Projekts verzichtet, ist ein Aufstieg nicht mehr möglich und der FC Aarau in seiner Existenz als Proficlub gefährdet“. Dennoch sei man beim FC Aarau froh um die offenen Gespräche die mit allen Parteien geführt werden konnten. Zuletzt überwog im Allgemeinen die Hoffnung, der FC Aarau verfüge im bisherigen Zeitrahmen über ein neues Stadion.

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