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Vor sieben Jahren kämpfte der FC Aarau schon einmal in der Barrage um den Aufstieg in die Super League. Was ist aus den damaligen Spielern geworden?

Als die Swiss Football League im Jahr 2003 lanciert wurde, kam es zur Einführung der Barrage-Spiele zwischen dem Vorletzten der Super League und dem Tabellenzweiten aus der Challenge League. In der Saison 2006/07 gelang es dem FC Aarau unter Cheftrainer Gilbert Gress über diesen Umweg seinen Platz in der obersten Spielklasse erfolgreich zu verteidigen. Es war ein 2:1-Auswärtserfolg bei der AC Bellinzona (Tore: Rogerio und Djamel Mesbah), der den Grundstein für den Ligaerhalt legte. Zwar gerieten die Aarauer im Rückspiel vor 9’250 Zuschauern im ausverkauften Brügglifeld nach einem Gegentreffer durch Cristian Ianu kurzzeitig ins Zittern, aber am Ende gewann die Gress-Elf auch den zweiten Vergleich dank späten Toren von Djamel Mesbah (2) und Gürkan Sermeter mit 3:1.

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Aarauer Torjubel in der Barrage 2007 - mit Sermeter, Hima, Burki, Rogerio und Mesbah

Fünf Jahre später versuchte sich Aarau nach dem Abstieg 2010 über die Barrage in die höchste Spielklasse zurückzukämpfen. Dabei mussten sich die Schützlinge von FCA-Cheftrainer René Weiler mit einem undankbaren Gegner duellieren. Der FC Sion hatte die Super-League-Saison sportlich auf dem dritten Rang abgeschlossen, musste aber wegen eines 36-Punkte-Abzuges (!) um den Klassenerhalt zittern. Diese Hürde erwies sich aus Aarauer Sicht als zu hoch: Im Wallis siegten die Gastgeber nach Toren der beiden Nationalspieler Dragan Mrdja (2) und Xavier Margairaz mit 3:0, doch den Aarauern gelang es sich mit einem 1:0-Erfolg im Rückspiel dank eines Treffers von Shkelzen Gashi erhobenen Hauptes vom eigenen Publikum (8’800 Zuschauer) zu verabschieden. Ein Jahr später sollte der Wiederaufstieg in die Super League auf dem direkten Wege gelingen…

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David Marazzi im Duell mit dem Ex-Aarauer Mario Mutsch. Hinten: Xavier Margairaz

In der Barrage-Ausgabe der Matchzeitung «HEIMSPIEL» wird aufgezeigt, wie sich die Karrieren der FCA-Protagonisten aus der Saison 2011/12 entwickelt haben. Die Auflistung ist nach den damaligen Trikotnummern geordnet worden.

  1. Silvan Widmer (26)

    Verteidigung. 2011/12: 31 Spiele, 3 Tore. Beim FCA bis Juni 2013. Danach: Udinese Calcio (Italien). Aktuell: FC Basel. 9 Länderspiele für die Schweiz.

  1. Dejan Jakovljevic (27)

    Mittelfeld. 2011/12: 1 Spiel. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: SC Cham, BSC Old Boys. Aktuell: FC Baden.

  1. Sandro Burki (33)

    Mittelfeld. 2011/12: 31 Spiele. Beim FCA als Spieler bis Aug. 2017. Seither: FCA-Sportchef.

  1. Shkelzen Gashi (30)

    Mittelfeld. 2011/12: 28 Spiele, 18 Tore. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: Grasshopper Club Zürich (Torschützenkönig 2014), FC Basel (Torschützenkönig 2015), Colorado Rapids (USA). Aktuell: vereinslos. 16 Länderspiele für Albanien (1 Tor).

  1. Moustapha Dabo (33)

    Sturm. 2011/12: 14 Spiele, 4 Tore. Beim FCA bis Juni 2012 (in der Rückrunde ohne Einsatz). Danach: Spartaks Jurmala (Lettland), FK Qabala (Aserbaidschan), Kahramanmarasspor (Türkei), Terengganu FC (Malaysia), Meyrin FC, FC Monthey, Vevey United. Aktuell: – (Karriereende).

  1. Alain Schultz (36)

    Mittelfeld. 2011/12: 29 Spiele, 9 Tore. Beim FCA bis Dez. 2014. Seither: FC Wohlen.

  1. David Marazzi (34)

    Mittelfeld. 2011/12: 31 Spiele, 2 Tore. Beim FCA bis September 2013. Danach: Servette FC, FC Lausanne-Sport, FC Le Mont LS, Yverdon-Sport FC. Aktuell: FC Echallens.

  1. Daniel Fanger (30)

    Verteidigung. 2011/12: 11 Spiele. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: FC Luzern, FC Sursee. Aktuell: SC Kriens.

  1. Olivier Jäckle (26)

    Verteidigung. 2011/12: 7 Spiele. Noch immer beim FC Aarau.

  1. Aco Stojkov (36)

    Sturm. 2011/12: 23 Spiele, 4 Tore. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: Zob Ahan Isfahan (Iran), Vardar Skopje (Nordmazedonien), FC Botosani (Rumänien), Rabotnicki Skopje (Nordmazedonien), KF Skenderbeu (Albanien). Aktuell: Akademjia Pandev (Nordmazedonien). 42 Länderspiele für Nordmazedonien (5 Tore).

  1. Joël Mall (28)

    Tor. 2011/12: 28 Spiele. Beim FCA bis Juni 2015. Danach: Grasshopper Club Zürich, SV Darmstadt 98 (Deutschland). Aktuell: Pafos FC (Zypern).

  1. Juan Pablo Garat (36)

    Verteidigung. 2011/12: 29 Spiele, 2 Tore. Beim FCA bis Juni 2018. Seither: FC Baden.

  1. Marco Aratore (27)

    Mittelfeld. 2011/12: 22 Spiele. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: FC Basel, FC Winterthur, FC St. Gallen. Aktuell: Ural Ekaterinburg (Russl.).

  1. Pascal Schürpf (29)

    Mittelfeld. 2011/12: 11 Spiele. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: FC Basel, AC Bellinzona, FC Vaduz. Aktuell: FC Luzern.

  1. Igor Nganga (32)

    Verteidigung. 2011/12: 27 Spiele, 1 Tor. Beim FCA bis Juni 2016. Danach: FC Wil, FC Aarau (bis Juni 2018). Seither: FC Lausanne-Sport. 13 Länderspiele für die Republik Kongo.

  1. Artur Ionita (28)

    Mittelfeld. 2011/12: 29 Spiele, 2 Tore. Beim FCA bis Juni 2014. Danach: Hellas Verona (Italien). Aktuell: Cagliari Calcio (Italien). 34 Länderspiele für Moldawien (3 Tore).

  1. André Gonçalves (27)

    Verteidigung. 2011/12: 19 Spiele, 1 Tor. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: FC Zürich. Aktuell: FC Schaffhausen.

  1. Remo Staubli (30)

    Mittelfeld. 2011/12: 31 Spiele, 11 Tore. Beim FCA bis Februar 2014. Danach: FC Meilen, FC Rapperswil-Jona. Aktuell: – (Karriereende).

  1. Nico Siegrist (27)

    Sturm. 2011/12: 14 Spiele, 2 Tore. Beim FCA bis Juni 2012. Danach: AC Bellinzona, FC Luzern, FC Biel/Bienne. Aktuell: SC Kriens.

  1. Reto Bolli (40)

    Tor. Saison 2011/2012: 1 Meisterschaftsspiel. Beim FCA bis Juni 2013. Danach: Karriereende.

In der Saison 2011/12 standen zudem Loris Benito (15 Spiele), Michael Ludäscher (9), Yves Scherrer, Sascha Studer (je 3) und Davide Giampà (2) für den FC Aarau im Einsatz; sie haben den Club aber im Laufe der Saison verlassen.

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Dieser Artikel ist am 2. Juni 2019 in der Ausgabe Nr. 20 (Saison 2018/19) der Matchzeitung HEIMSPIEL gegen den Neuchâtel Xamax FCS erschienen.

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