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Der FC Aarau bestreitet am Dienstagabend (20.30 Uhr) sein erstes Heimspiel im Stadion Brügglifeld seit exakt vier Monaten - eine Reaktion ist gefordert!

Endlich rollt das Leder in den Schweizer Fussballstadien wieder – von Genf bis Vaduz sowie von Chiasso bis Schaffhausen wird wieder um Punkte, Siege und Trophäen gekämpft. Dennoch ist vieles anders als Ende Februar. Damals war die Saison nach dem 23. Spieltag aufgrund der drohenden Corona-Pandemie unterbrochen worden. Nun wird sie nach knapp vier Monaten Zwangspause doch noch zu Ende gespielt – mit besonderen Hygienemassnahmen.

Licht am Ende des Tunnels

Im aktuellen Schutzkonzept der Swiss Football League sind nur wenige Auserwählte – maximal 300 Personen – zu den Spielen zugelassen. Auch der FC Aarau hat versucht, die freien Plätze möglichst gerecht auf die verschiedenen Anspruchsgruppen (Fans, Gönner, Sponsoren etc.) zu verteilen.

Immerhin gibt es Licht am Ende des Tunnels: Am vergangenen Freitag hat der Bundesrat entschieden, dass es ab sofort unter strikter Einhaltung der entsprechenden Abstandsregeln wieder erlaubt ist, bis zu 1000 Menschen ins Stadion zu lassen. Aktuell laufen Abklärungen, wie und wann sich dies im Brügglifeld umsetzen lässt.

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Beim ersten Auftritt im Stadion Brügglifeld seit der Corona-Pause kommt es am Dienstag (20.30 Uhr, im Live-Stream) zu einem Duell zweier Mannschaften aus der unteren Hälfte der Challenge-League-Tabelle. «Der Sieger dieses Spiels kann sich weiter von der Abstiegszone entfernen», würde es also unter normalen Umständen heissen, doch einen Absteiger wird es in dieser Spielzeit nicht geben, weil die Saison 2019/20 in der Promotion League – zum Leidwesen der beiden Spitzenteams Yverdon-Sport und Rapperswil-Jona –  bereits abgebrochen worden ist.

Eine Frage der Ehre

Geht es heute also nur noch um die «goldene Ananas»? Nein, es geht um eine positive Aussendarstellung, um Verantwortung gegenüber treuen Fans, Gönner und Sponsoren, um wichtige Personalentscheide im Hinblick auf die kommende Saison – und aus Aarauer Sicht auch um eine erste Rehabilitation für die schmerzhafte 0:5-Niederlage am vergangenen Freitag beim Grasshopper Club Zürich.

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Inzwischen sind exakt 121 Tage seit dem letzten Pflichtspiel im Stadion Brügglifeld (4:4 gegen Kriens) vergangen. Nun warten zwölf Spiele innert 39 Tagen. Ein Mammutprogramm, aber vor allem auch eine Charakterfrage.

Matchzeitung Nr. 14 (2019/20) lesen

Dieser Artikel ist am 23. Juni 2020 in der Ausgabe Nr. 14 (Saison 2019/20) der Matchzeitung HEIMSPIEL gegen den FC Wil erschienen.

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